Back to the roots…

Wer braucht schon Strom, Internet oder fliesendes Wasser? Früher brauchte das auch niemand. Getreu diesem Motto begann unsere Reise.
Zunächst kauften wir uns schon am 3. Tag ganz spontan ein Auto, um genau zu sein einen Mitsubishi Pajero Baujahr 1994. Unsere ganzen Vorsätze für den Autokauf haben wir erst einmal über Bord geworfen, also nichts mit langen Entscheidungsphasen oder durchchecken lassen. Danach plagten uns zwar Zweifel und eine Nacht im Auto brachte uns dazu noch einiges an Campingequipment zu kaufen, vor allem ein Zelt mit Luftmatratze.

Die nächsten Tage waren wohl die nervenaufreibendsten, wir wussten nicht wo wir schlafen sollten, es fehlte noch sehr viel Equipment, Zweifel am Auto und eine dicke fette Erkältung streckte uns nieder. 
Aber wir steckten natürlich nicht den Kopf in den Sand, sondern fanden uns nach einigen Tagen mit den neuen Begebenheiten ab. Zelt statt Matratze im Auto, Kühlbox mit Eis statt Autokühlschrank und vollgestopftes Auto statt Roof Rack … und dann auch noch ein Nagel im Reifen.

Wangi Falls im Litchfield NP

Nach dem ganzen Hin und Her und einer Reifenreparatur später konnte unsere Reise endlich losgehen. Unser erster Anlaufpunkt war der Litchfield National Park, der uns sehr gut gefallen hat. Es gab Wasserfälle noch und nöcher: wir sahen die Wangi Falls, die Tjanera Falls und die Florence Falls. Und überall konnte man baden und plantschen. Auch Wasser-Kaskaden, Felsbecken und schöne Flussläufe konnten wir bewundern. Nach vier wundervollen Tagen mit Baden und  Buschcampen steuerten wir unser zweites Ziel den Kakadu NP an, von dem wir schon viel gelesen und gehört hatten. 

Sonnenuntergang im Window to the Wetlands am Adelade River

Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleine Pause zum Schlafen im Nirgendwo (unser erster kostenfreier Campingplatz laut Camps Australia Wide) mit wunderschönem Ausblick bei Sonnenuntergang, aber leider auch mit vielen Mücken. Außerdem gönnten wir uns eine kleine Tour mit der Adelaide River Experiences. Wir sahen lebende Riesenkrokodile, die für uns für einen kleinen Fleischbrocken Kunststückchen vollführten. Die „Crocos“ kamen uns so Nahe, dass Yvi sogar von der Reling zurückwich. 

Riesenkrokodil im Adelade River

Im Kakadu angekommen waren wir zunächst etwas verärgert über die 25 Dollar Eintritt pro Person für ein bisschen Natur, entschieden uns aber trotzdem weiterzufahren… Leider. Vieles war aufgrund der Dry Season ausgetrocknet und viel zum Baden gab es leider auch nicht. Nachdem wir uns dann den zweiten Nagel eingefahren hatten (nach sage und schreibe einer Woche) war die Stimmung ziemlich tief. Nun konnten wir einige Stellen des NPs gar nicht mehr besuchen, da es ohne Ersatzrad zu gefährlich gewesen wäre 4WD-Strecken zu fahren.

Yvi auf einem Felsen im Kakadu mit Blick auf den Nourlangie Rock

Jedoch fanden wir am Ende unserer Tour noch etwas sehr Atemberaubendes im Kakadu: die Upper Rock Pools der Gunlom Falls. Der Wasserfall an sich war zwar nur noch ein Rinnsal, aber nach einer anstrengenden Kletterei bis über den Wasserfall gab es eine wunderschöne Badelandschaft. Diese Pools waren in keinem Infoheft erwähnt, weshalb wir sehr erstaunt waren, als wir diese entdeckten.
Mehr gab es leider nicht mehr zu sehen und wir haben uns auf nach Katherine gemacht, um unseren Reifen reparieren zu lassen. 

Upper Pools bei den Gunlom Falls im Kakadu

Jetzt sitzen wir endlich wieder auf einem richtigen Campingplatz mit Toiletten, Duschen, Kühlschrank und fliessendem Wasser. Trotzdem fehlt uns hier die Natur nicht, sogar Kängeruh-Familien verirren sich hier her und lassen sich sogar füttern (siehe Video).

Aber all zu lange bleibt uns der Luxus nicht und wir werden in den nächsten Tagen Richtung Cairns aufbrechen und wieder viel auf kostenlosen Campingplätzen schlafen. Also erwartet nicht so schnell wieder Nachricht von uns, bis Cairns sind es knapp 2500km und zwischendurch wird es kaum Internet geben.

Aber so viel interessante Sachen werden uns im Outback, in the middle of nowhere, vielleicht auch nicht passieren, oder gerade doch dort?

weitere Bilder in unserer Gallery

Kommentare

7 Antworten auf „Back to the roots…“

  1. Gerade das vermisse ich am Reisen. Einfach nur fahren, Musik hören, die Gedanken schweifen lassen und nur zum essen und pinkeln anhalten. Landstraße durch ein fremdes Land ohne Stau ;o)

  2. Noch mehr Bilder? :) sind doch schon über 20! Naja das fahren ist hier sehr anstrengend, weil nur alle 400 km ein Dorf kommt. Sonst kommt nichts und es geht ewig lang nur geradeaus.

  3. :D überall der gleiche mist mit den nägeln… aber solange der untergrund nicht ganz so matschig ist kann man doch fast drüber lachen, oder ;) genießt eure 2500km!

    PS: mehr bilder!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. auch wenn wir Euch ein wenig beneiden, auch in Thüringen gibt es Krokodile !?, nämlich im „Louisiana“ auf dem Teller, also Evy: aus jedem noch so großen Krokodil kann man ein leckeres Steak machen ;-), liebe GRüße von Allen

  5. Ihr habt ja in kurzer Zeit schon so einiges erlebt, schön wieder von Euch lesen zu können. Gute Weiterfahrt nach Cairns.

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