Goodbye Queensland oder doch nicht?

Nachdem wir unsere Couchsurfer wieder verlasen mussten, traten wir unseren Weg weiter Richtung Süden an. Zunächst besuchten wir das Koala Reservat bei Brisbane und man glaubt es kaum: wir haben das erste Mal Koalas zu Gesicht bekommen. Zwar leider nicht in der Wildnis, aber ist ja schon mal ein Anfang. Die kleinen Bärchen sahen aus wie Kuscheltiere als sie allesamt schlafend am Baum hingen. Eine halbe Stunde später erwachten sie sogar und man konnte sie beim Futtern beobachten.

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Weiter südlich kamen wir zur Gold Coast, die Ferienstrecke der Reichen. Der Strand war gesäumt von Hotelhochhäusern und schicken Holidayresidenzen. Der Verkehr war schrecklich und nach einem kurzem Besuch am Strand hatten wir genug und verabschiedeten uns in Richtung Tamborine Mountains.

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Unser Auto tat sich sehr schwer mit der Steigung, weswegen unsere Sorge wieder einmal wuchs. Der Gestank nach verbrannten Öl trug auch nicht gerade zu unserer Beruhigung bei und nach erneutem Prüfen des Ölstandes blinkten bei uns die Alarmglocken. Am nächsten Tag fuhren wir zur nächstgelegenen Werkstatt. Als wir jedoch erfuhren, dass sie alleine fürs Nachsehen, was kaputt ist, 95$ pro Stunde haben wollten, blieb uns die Luft weg und wir sagten ab. Obwohl es uns etwas unangenehm ist wildfremde Leute um einen Gefallen zu bitten, schrieben wir eine SMS an Kennys Bruder Greg (den wir bei dem BBQ kennengelernt hatten), ob er uns nicht bei unserem Ölproblem helfen würde.

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Zunächst erhielten wir keine Antwort und machten uns auf in den Lamington National Park. Dort machten wir unsere erste Skywalk-Erfahrung. Die Hängebrücken-Konstruktion ging ungefähr 15m über dem Regenwald entlang und eine Leiter führte uns nochmals 18m höher auf ein Podest. Wir hatten zwar schon viel Regenwald gesehen, aber natürlich noch nie aus dieser Perspektive. Auf dem Rückweg machten wir noch eine kleine 5km Wanderung zu einem wunderschönem Wasserfall und lernten ein Canadier-Pärchen kennen, die in 5 Wochen die ganze Ostküste bereisen.
Danach fuhren wir nach Coolangatta (in Queensland) bzw. Tweed heads (in New South Wales), was die Grenze zwischen Queensland und New South Wales darstellt.
Auf dem Weg zu der Restarea, wo wir unsere Nacht verbringen wollten, bekamen wir einen Rückruf von Greg, der sich gerne um unser Auto kümmern würde. Wir sollten Freitag vorbeikommen. Wir freuten uns über unser Glück und verbrachten die nächsten zwei Tage auf einem Campingplatz in Tweed Heads mit ausruhen, angeln, lesen und am Strand liegen. Danach ging’s schnurstracks zurück nach Brisbane.

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Nach zwei halben Tagen Fummelei an unserem Auto war es wieder fit und wir genossen die Gastfreundschaft während der fast 3 Tage. Ein Bett, Bierchen zwischendrin und leckeres Essen gabs bei der Reparatur inklusive. Bezahlt haben wir 200 Dollar für die Teile und nochmal 200 Dollar für Gregs Arbeit. Alles in allem viel Geld, aber immer noch günstiger als wenn wir in der Werkstatt gewesen wären.
Am letzten Tag wollte Greg seinen Söhnen mal seine 4WD-Künste demonstrieren und nahm usn alle mit auf einen kurzen Trip. Alle waren erstaunt, was ein Geländewagen so alles so Stande bringen kann.

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