Sunshine Coast without Sunshine

Nachdem wir unserem Urlaub vom Reisen auf Fraser Island auch irgendwann leider ein Ende setzen mussten, entschieden wir uns direkt danach in die Nobelstadt Noosa zu fahren. Nach einem Besuch im Touristenzentrum machten wir auch einen einigermaßen günstigen Campingplatz aus und schlenderten abends durch die von Villen und Hotels besiedelte Stadt. Aber uns wurde schnell klar, dass sogar die Reichen ihren eigenen Wein ins Hotel mitbringen (BYO an jeder Tafel –> Bring your own). Von unseren Couchsurfern erfuhren wir, dass man aber dafür sogar manchmal eine Gebühr von 10 Dollar bezahlen muss, nur um seinen eigenen Wein mitzubringen.

Den zweiten Tag in Noosa verbrachten wir im Noosa National Prak. Wir liefen 2,7km am Coastal Trak entlang und genossen die schöne Aussicht auf die raue See. Am Hells Gate (Hölllentor) kletterten wir an den Klippen entlang und durften Delphinen auf ihrer Weiterreise beobachten. Den Rückweg traten wir durch dichten Eukalyptus- und Regenwald (3,8km) an mit der Hoffnung Koalas beobachten zu können. Leider war uns dieses Glück auch diesmal nicht gegönnt.

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Da sich unsere Couchsurfer bis zu dem Zeitpunkt noch nicht gemeldet hatten, beschlossen wir uns einen Campingplatz weiter südlich zu suchen. Da aber noch nicht einmal die Touristeninformation uns einen Günstigen unter 40 Dollar die Nacht nennen konnten und uns eine kostenlose Rest Area empfohlen hatte, entschlossen wir uns letztendlich auch dafür. Abends wurden wir dann mit einem Anruf von Ben überrascht, der uns für Samstag in sein Haus einlud.
Am nächsten Morgen erwachten wir unter einem pechschwarzem Himmel. Wir fragten uns, wo denn der Sunshine an der Sunshine Coast geblieben ist und packten in Windeseile unser Zelt zusammen, damit es nicht vollkommen durchweicht. Nun saßen wir im Auto und es goss wie aus Eimern, wie wir es in Australien noch nicht erlebt haben. Wir wussten nicht so richtig etwas mit unserer Zeit anzufangen (wir konnten erst ab 16 Uhr zu Ben und Alice) und schlenderten im Regen durch Caloundra und machten Picknick am Strand, als der Regen gegen frühen Nachmittag wieder aufhörte.
Nachmittags kamen wir in Sippy Downs bei Alice und Ben an und waren total erstaunt in welchen Luxus die beiden schwelgen. Mit 24 Jahren wohnen sie in einem neu gebauten modernen Designerhaus mit 2 Autos und wunderschönen Möbeln. Mit unserem eigenen Zimmer und eigenem Bad fühlten wir uns gleich wie im Hotel. Den Nachmittag verbrachten wir in Mooloolaba mit einem Strandspaziergang und leckerem Kaffee in einer kleinen Bar direkt am Strand. Danach gabs lecker BBQ im schicken Haus der beiden.

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Am nächsten Tag wurden wir zur sonntäglichen Kirche mitgenommen. Wir, Lars doch etwas wiederwillig und misstrauisch, nahmen teil, um auch andere Einblicke der australischen Kultur kennenzulernen. Wir waren sehr erstaunt über diese australische Kirche. Die Kirche sah aus wie eine Konzerthalle und genauso wirkte auch der Gottesdienst. Nichts mit langweiligen Predigten und kirchlichen Orgelspielen. Vielmehr Rockmusik (Die Texte sind natürlich sehr christlich!), Entertainment-Sprüche, wildes Tanzen und Videoprojektionen erwarteten uns in der sonntäglichen Messe (siehe kleines ungeschnittenes Video). Wir waren sehr fasziniert und haben unser Bild von Kirche etwas verändert. Lars wortwörtlich: Da könnte sogar ein Ungläubiger christlich werden!

Danach wurden wir höflich gebeten uns über Mittag etwas vorzunehmen, da die beiden Besuch bekamen. Wir fanden diese Bitte etwas seltsam, aber kamen Ihr natürlich nach und verbrachten einen schönen Tag im Hinterland der Sunshinecoast. Wir genossen den Ausblick bei Maleny über die Glass House Mountains, Fish and Chips in der Maleny City, einen kleinen Wasserfall, Häuser wie im Schwarzwald in Montville und den Biraboon See.

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Unser Auto machte uns aber schon wieder Sorgen, da aus dem Motorraum leichter Qualm aufstieg. Wir hoffen nun, dass es nichts ernsthaftes ist.
Am Abend gings lecker Essen zum Thai-Mann um die Ecke, wo wir uns das erste Mal Essen aus einem Restaurant gönnten.
Am nächsten Tag gönnten wir uns einen gemütlichen Tag im wunderschönen Haus; auch Traveller brauchen mal einen Tag frei ;) und haben als Dankeschön einen leckeren Apfelkuchen (An dieser Stelle: Herzlichen Dank an meine (Lars) Mutti für das Rezept!) für unsere lieben Couch-Zuverfügungsstellern (<-- dieses Wort stammt übrigens von Yvi's Mom:) gebacken.Auf dem Weg in die erste wirklich große Stadt in Australien, fuhren wir noch an den Glass House Mountains vorbei. Lars gab auf halber Strecke auf, da der Aufstieg zu steil war, aber bei Yvi (ganz sportlich) siegte wie immer der Ehrgeiz und sie wurde dafür mit einem wunderschönen Ausblick auf die seltsam herausragenden Berge belohnt.

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