Hello Victoria!

Nach einem herzlichen Abschied von Barry und Sandra verließen wir mit ein wenig schwerem Herzen Pambula und machten uns auf Richtung Melbourne.
Erst versprach die Route im Inland über Bombala nichts wirklich Spannendes bis wir die Grenze zum Bundesstaat Victoria überquerten und im Snowy River National Park ankamen.
Dort schlängelte sich die Schotterstraße um Berge herum und man konnte tief unten im Tal den Snowy River plätschern hören. Dank des schönen Wetters hatten wir eine wunderschöne Aussicht und genossen die idyllische Autofahrt.
Nachdem wir die berüchtigte 50m hohe Mckillops-bridge überquert hatten, die vor 80 Jahren vom Snowy River weggespült wurde ( der Fluss muss damals 10 Mal so groß gewesen sein), schlugen wir unser Lager an einem Buschcampingplatz neben dem Snowy River auf.
Wir genossen die Abendsonne am See und Lars versuchte sich mal wieder beim Angeln.
Während Yvi die beiden Fische, die er den Tag davor gefangen hatte (eigentlich waren sie zu klein zum essen) zubereitete, blieb er noch am Fluss sitzen.

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Auf einmal kam Lars ganz aufgeregt mit glitzernden Augen vom Ufer hoch und deutete sprachlos auf seinen Eimer. Nach einem Blick hinein, war schnell klar, dass er einen recht ansehnlichen Aal gefangen hatte. Wir freuten uns und packten ihn in unsere Kühlbox, damit wir am nächsten Tag verspeisen können. Gut, dass wir am Morgen noch eine neue Angel gekauft hatten, da seine alte gebrochen war.

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Nach einer weiteren Fahrt durch die Berge erreichten wir bald die Little Creek Gorge, was eine wirklich beeindruckende riesige Schlucht war. Wir wurden schon oft mit dem Wörtchen „Gorge“ angelockt und haben nie etwas Spektakuläres erblickt, doch diese Schlucht ließ tief blicken. Nachdem Lars einen großen Stein fallen ließ, konnte man sich die Tiefe ungefähr vorstellen. Unvorstellbar, dass so ein kleiner Bach so viel Gestein aus der Landschaft schürfen kann. Auch die Little Creek Falls gefielen uns ganz gut.

Am späteren Nachmittag erreichten wir die kleine Küstenstadt Lake Entrance. Den Namen hat sie wohl daher, dass sie am Anfang des Great Lakes National Parks liegt. Wir genossen den sonnigen Nachmittag in der Stadt und fanden es amüsant, dass man frisch gefangene Garnelen direkt vom Boot kaufen konnte und auf der anderen Straßenseite genau die Gleichen im Geschäft für das doppelte angeboten wurden. Am Abend kämpften wir uns durch einen angegliederten Wald und fanden bald einen wunderschönen Campingplatz. Mit ein wenig verkehrten Rollen: Yvi sammelte Holz und machte Feuer, Lars bereitete das Essen vor, konnten wir uns den selbstgefangenen Aal, über dem Feuer gebraten, schmecken lassen (war sehr lecker!!!).

Nach mehrmaligen Hin- und Herüberlegen entschieden wir uns den Umweg zu Wilsons Promontory auf uns zu nehmen, auch wenn einige Teile des National Parks wegen einem Brand von vor über zwei Jahren gesperrt waren. Dafür kostete er keinen Eintritt.
Die Landschaft war atemberaubend. Von Sumpfland, über dichten Wald und Bergen bis hin zu wunderschönen Stränden mit glasklarem Wasser gab es eine Menge zu sehen. Der Campingplatz war ausgebucht, weswegen wir nur einen Tag Zeit hatten und uns für ein paar ausgesuchte Aktivitäten entscheiden mussten. Wir entschlossen uns für eine 10 km Wanderung zu einem äußerem Land-Zipfel namens „Tongue Point“ ( Zungenpunkt). Und es war eine gute Entscheidung! Wir wanderten um kleine Hügel herum, sahen das Sumpfpland und Flüsse von oben und konnten das türkisfarbene Wasser des Meeres bestaunen. Am Ende hatten wir eine wunderschönen Blick auf die Küste vom „Prom“ und entdeckten sogar eine fast einsame Bucht, die himmlisch war zum Schwimmen.

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Auf der Weiterreise fuhren wir am völlig überfüllten Campingplatz (mehr als 480 Plätze— in einem National Park, sehr kommerziell) vorbei und genossen noch ein paar Stündchen am leider auch völlig überfüllten Norman Beach.

Da wir die Fähre nach Tasmanien spontan für den 30.01.2012 gebucht hatten, da es noch der einzige Tag mit Sonderrabatt war, hatten wir noch 5 Nächte bis zur Abfahrt und entschieden uns diese in Melbourne zu verbringen, wir wollten uns ja den Australia Day in der riesigen Metropole nicht entgehen lassen.

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Kommentare

Eine Antwort auf „Hello Victoria!“

  1. Toller Beitrag und tolle Bilder, einfach toll, wie immer halt, freuen uns, dass es Euch gut geht und Ihr vorallem nicht hungern müsst
    (es müssen ja nicht immer Hütes und Brüh sein )

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