Melbourne – Stadttour mal anders

In der zweitgrößten Stadt Australiens angekommen, ärgerten wir uns erst einmal wieder über den Grossstadtverkehr und die fehlenden „grünen Wellen“. Nachdem wir alles eingekauft und unser Lager im günstigen aber etwas heruntergekommenen Campingplatz Honey Hush aufgeschlagen hatten, konnte es am folgenden Tag losgehen.
Der 26. Januar ist hier der Australia Day (Nationalfeiertag)und wir freuten uns ihn in der riesigen Metropole erleben zu dürfen. Die Stadt war vollgestopft bis oben hin und die Tatsache, dass gerade der Tenniswettkampf Australian Open stattfand trug ebenfalls dazu bei. Morgens nahmen wir an der „Flag Rising Ceremony“ teil, wobei nach einer langen Rede die australische Flagge gehisst wurde.

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Anschließend gab es eine bunte Parade, bei der sich jede kulturelle Community präsentierte. Australien bzw. Melbourne ist ganz schön „multikulti“! Vor allem die Asiaten sind stark vertreten und protzten mit ihren bunten Kostümen und kleinen Darbietungen. Schließlich schloss sich eine riesige Menge aus Zuschauern an und wir mitten drin landeten in „Kings Domain“. In diesem riesigen Park ging die Party weiter.

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An der Strasse waren hunderte von wunderschönen Oldtimern ausgestellt, an Ständen wurde allerhand Unterhaltung für Kids geboten und auf einer Open Air Bühne spielte James Morrison, der mehr als fünf Instrumente beherrscht. Wir genossen die jazzigen Töne und lehnten uns auf der grünen Wiese zurück, als schließlich sechs Flugzeuge über uns hinwegfegten und eine spektakuläre Flugshow hinlegten.

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Abends wurde uns ein weiteres Spektakel auf der riesigen Bühne des Sydney Meyer Music Bowls dargeboten. Ein buntes Programm führte uns durch den Abend, bei dem von Percussion über Schauspiel bis hin zu einem riesigen Chor alles dabei war. Am Ende, leider etwas zu früh (da auf der Bühne eigentlich noch zwei Darbietungen hätten kommen sollen), gab es ein riesiges Feuerwerk, welches wir ganz nah erleben und bestaunen durften. Doch noch ein verspäteter Ausgleich für das fade Silvester!

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Den zweiten Tag begannen wir ganz nach Melbournes Charakter – mit Shopping. Der riesige Queen Victoria Market hatte einiges zu bieten. Man konnte echt kaufen oder nur bewundern, was das Herz begehrt. Wir kämpften uns durch die Mengen, ergatterten aber nur ein wenig Obst. Den Nachmittag verbrachten wir im etwas alternativen Stadtteil Richmond, wobei leider die meisten Outlets schon geschlossen waren.
Es ging shopping-fröhlich weiter die nächsten Tage. Wir entdeckten am nächsten Tag den Laverton Market, der direkt neben unserem Campingplatz stattfand und eher einem Flohmarkt glich.
Auch das schickere St. Kilda hatte seinen eigenen Markt, bei dem vorrangig Kunstarbeiten verkauft wurden. Wir entdeckten ein paar Schmuckstücke von Bildern oder Töpfereien, die wir allerdings schwerlich hätten transportieren können.
Ein kleines Highlight für uns war noch die Sichtung eines Minipinguins im Hafen von St.Kilda.

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Diesmal haben wir uns ein wenig vom Charme der Stadt leiten lassen und nicht nur alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Natürlich haben wir auch die Town Hall, den Federation Square, die ACMI, das Parlament, die Docklands und andere nette Spots gesehen und besucht, allerdings diesmal eher ungeplant und etwas gemütlich. Melbourne ist als Shopping-Metropole bekannt und diesen Titel können wir nur bekräftigen. Überall finden Märkte statt, die Innenstadt ist voller Geschäfte und auch in den anderen Stadtteilen wimmelt es von unzähligen Kaufmöglichkeiten.
Vom Charakter hat uns Melbourne sehr gut und deutlich besser gefallen als Sydney. Es ist viel alternativer, die Leute wirken offener und der öffentliche Verkehr ist besser organisiert. Das Beste jedoch ist, dass man hier auch im Supermarkt Alkohol kaufen kann, was wohl auch die Preise sinken lässt. Wir konnten im Aldi ein paar schöne und vor allem günstige Flaschen Wein (für nur $2 pro Flasche) ergattern.

Und nun geht es auch nach Tasmanien!

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Kommentare

5 Antworten auf „Melbourne – Stadttour mal anders“

  1. Aldis gibt es sogar eine Menge an der Ostküste. Wenn wir bald die Grenze zu South Australia überschreiten, werden wir ihn vermissen.

  2. So jetzt seid ihr ja schon wieder in Melbourne, habt wieder viel gesehen und erlebt,sogar Feuerwerk zum Australlia Day. Toll geschrieben und die Bilder sind auch wieder supi, ein paar bewegte Bilder wären auch mal wieder schön ;-)

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