Spannung in Canowindra

In den letzten Tagen ist doch einiges passiert in unserem kleinen Nest hier. Aus diesem Grund gibt es gleich noch einen Beitrag hinterher, damit ihr auch gleich informiert seid.
Wir sind jetzt mit unserem Hauptjob „Pflanzen“ am Ende und wir haben uns schon sehr auf unsere Beförderung gefreut. Die Peters von Grech‘ Melons, für die wir die meiste Zeit gearbeitet haben, haben schon seit zwei Wochen davon gesprochen, dass wir im Januar im Schuppen arbeiten und Melonen packen können, nachdem sie gewaschen aus der Maschine kommen.
Wir haben uns auf die Abwechslung gefreut und vor allem, dass wir nicht bei 40 – 45 Grad (ja es wird Sommer hier) auf dem Feld stehen und Melonen drehen oder Unkraut hacken müssen. 

Am Dienstag hatten wir einen Testtag. Wir durften für eine Stunde Melonen pflücken und dann wurden die Melonen auf das Hauptgrundstück (Eugowra – Billimari = 45km) gebracht und dann wurde die Maschine getestet. Wir durften schon packen und alles ausprobieren und Lars konnte sogar Gabelstapler fahren. Unser bester Arbeitstag bisher. Wir haben uns schon ausgesponnen, dass wir verlängern wollen, weil der Job gut ist und waren das erste Mal nach dem Arbeiten gemeinsam zufrieden.

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Am Ende vom Tag war auch Phill (der Work Manager von Cornerstone, unser Arbeitgeber) im Schuppen und wir wunderten uns schon, warum er die ganze Zeit da war, weil er noch nie bei unserer Arbeit aufgetaucht ist. Wir verabschiedeten uns von Peter und er sagte: „no worries, thanks guys. see ya tomorrow at 7.30“ 
Abends um 22 Uhr bekamen wir eine SMS von Phill: Galeas 6.30 tomorrow (Galeas ist eine andere Farm). Wir wunderten uns sehr, wir wollten ja bei unseren Peters arbeiten und haben uns schon so darauf gefreut. Beim Nachfragen bei Peter kam nur heraus, dass Phill gesagt hatte, dass wir andere Arbeit hätten.
Am nächsten Tag nachdem Lars vor Wut die Nacht nicht schlafen konnte, da er schon Vorahnungen hatte,  schrieb uns Phill zurück, dass er erfahrenere Leute dafür einsetzen will. Wir machten ihm unseren Unmut per SMS deutlich und er sagte wir sollten nachmittags zum Gespräch vorbeikommen. Da erzählte er uns dann, dass wir „nur“ zum Pflanzen angestellt waren, was jetzt vorbei ist und dass er die Arbeit für seine Schüler braucht. Er meinte, er würde sein Bestes versuchen uns noch wie versprochen bis Mitte Januar zu beschäftigen, allerdings woanders. Wir wären ja auch ungeeignet, da wir ja nicht die ganze Ernteperiode da sind. Wir fragten ihn dann wie er denn Melonen, die 10-12 Stunden am Tag gepflückt werden, in 5h verpackt werden sollen, da seine Studenten ja nicht länger arbeiten. Er meinte, dass er noch nach Lösungen dafür sucht, aber er will versuchen bei den Peters einen Fuß in die Tür zu bekommen, damit er die nächsten Jahre da immer arbeiten kann. 
Schön und gut. Schließlich war es so, dass wir zu Peter wollten und Peter wollte uns (Was will er mit Leuten, die nur 5h arbeiten können?), nur Phil stand/steht dazwischen. 
Wir waren doch sehr verärgert, dass Phill uns einfach unsere  Arbeit weggenommen hat, obwohl wir uns schon so gefreut haben und er noch nicht mal ordentlich mit uns geredet hat, sondern uns einfach ne SMS schreibt, dass wir morgen woanders arbeiten, obwohl ja alles ganz anders ausgemacht war. 

Nach dem Gespräch mit Phill konnten wir ihn zwar etwas verstehen, aber fanden es trotzdem ein wenig unfair und ärgerten uns über die Art und Weise. Wir schrieben Peter eine SMS, dass wir gerne für ihn die nächsten vier Wochen jeden Tag viele Stunden arbeiten würden, dass uns Phill aber nicht lässt. Wir hofften, dass er eine Lösung vorschlägt, trauten uns aber nicht direkt zu fragen, ob er uns selbst anstellen will. Ein Grund dafür lag auch darin, dass wir am Anfang bei Cornerstone einen Zettel unterschrieben haben, dass wenn wir direkt zu einem Farmer wechseln, einen Wochenlohn an Cornerstone abtreten müssen (was dann doch mehr als $1400 sind). Am Abend kam unser Campingplatz-Manager Neil vorbei und hat uns erstmal aufgeklärt, dass keiner Geld einbehalten kann, da das illegal ist. Außerdem hat er für uns mit Peter telefoniert und es kam heraus, dass Peter sich mit uns am Wochenende unterhalten will, aber es soll erstmal „Top Secret“ bleiben. Dann haben wir noch eine SMS von Peter bekommen, dass wir uns Freitag treffen und mal darüber reden. 
Gestern haben wir eine SMS von Phill bekommen, dass wir vorerst keine Arbeit bis Montag haben, also scheint er nicht wirklich mehr Arbeit für uns zu haben. 
Wir warten jetzt bis morgen (Freitag) ab, was Peter zu sagen hat und vielleicht kriegen wir unseren tollen Job wieder, direkt bei Peter und dann kündigen wir einfach bei Phill aus dem Grund, dass er sowieso keine Arbeit mehr zu haben scheint.
Und wenn Peter doch nichts hat, werden wir wohl weiterreisen, also trotzdem kündigen, weil das sieht nach einer Woche mit vielleicht zwei Arbeitstagen aus, wofür es sich nicht wirklich lohnt hier zu bleiben.
Wenn es klappt, sind wir noch vier weitere Wochen hier, aber wir haben einen viel bessern Job und auf jeden Fall genug Geld für den Rest unserer Reise und ein bisschen mehr.

Kommentare

3 Antworten auf „Spannung in Canowindra“

  1. hehe jaja so ist das da unten:)
    alles gauner und im endeffekt kann man niemanden richtig trauen…

    Tipp: macht euch los und genießt erst einmal wieder eure reise, denn deshalb seid ihr ja da unten.

    und später sucht ihr euch dann wieder arbeit. so habt ihr den scheiß nicht so konzentriert und ihr könnt euch von diesen ganzen ärger regelmäßig erholen.

    also kopf hoch, zelt wieder einpacken und ab gehts:)

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