Adelaide – the most relaxing city

Bevor wir zur nächsten Grosstadt aufbrechen konnten, mussten wir uns natürlich noch das deutsche Klischeestädtchen Hahndorf anschauen. Wir erwarteten Bauernstuben, ordentlich gebaute Häuser und Bedienungen in Dirndl. Allerdings war das Örtchen doch eher australisch. Es gab zwar einen deutschen Sovenirladen mit Kuckucksuhren und viele deutsche Biere in den Kneipen, aber ansonsten fiel uns nichts weiter auf. Die Ortschaft wurde im frühen 19. Jahrhundert gegründet und zwar vom deutschen Kapitän Hahn, der mit seiner Mannschaft per Schiff nach Australien gesegelt kam. Es ist somit die älteste deutsche Siedlung im ganzen Land.

09_Weg_nach_Adelaide_sterne_4-2 09_Weg_nach_Adelaide_sterne_4-4

Weiter ging es Richtung Stadtzentrum von Adelaide, doch vorher befuhren wir noch den Mount Lofty, um einen Überblick über Adelaide zu erhaschen. Danach hatten wir noch etwas Zeit und genossen den Nachmittag zunächst in Port Adelaide. Leider konnten wir keine Delphine eindecken, obwohl Adelaide die einzige Großstadt ist, in dessen Hafen sie hausen. Dafür durften wir das schöne Schiff Endeavor bewundern, was der detailgetreuste Nachbau des Schiffes von Captain Cook ist. Sie segelte einmal um ganz Australien.
Später gönnten wir uns zu unserem 4-jährigen Jubiläum eine leckere Portion Fish&Chips und genossen die Sonne im schönen Stadtteil Semaphore, welches direkt am Meer liegt.

10_Adelaide_sterne_4-2

Abends trafen wir dann bei unseren Couchsurfern in Adelaide – North Plympton ein. Das russische Pärchen begrüßte uns etwas schüchtern und erklärte, was wir zu beachten hätten. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, saßen wir gemeinsam am Tisch und erzählten ein wenig. Da die beiden erst seit 2010 in Australien wohnen, war es natürlich interessant ihre Immigrationsgeschichte zu hören. Danach fragte uns Marina, was unser normaler Tagesrhythmus ist. Wir fragten nach, was sie meint und sie sagte, dass die beiden immer früh gegen 22 Uhr ins Bett gehen und früh aufstehen. Wir sagten, dass wir damit kein Problem haben. Dann fing ein kleiner Diskurs zwischen den beiden an, der damit endete, dass sie sagte wir sollten ja immer spätestens um 21 Uhr Zuhause sein, damit bis 22 Uhr auch vollkommene Ruhe herrscht. wir fühlten uns ins Teenageralter zurückversetzt, in dem es noch Ausgehzeiten gab. Adelaide by Night war damit wohl gestorben.

10_Adelaide_sterne_4-11

Naja, die nächsten zwei Tage erforschten wir Adelaide also am Tag. Wir hatten wunderbares Wetter und genossen die sehr relaxte Stadt. Wir bummelten im Norden durch die Strasse voller alter Gebäude. Zuerst verloren wir uns in der alten Bibliothek, wo wir pünktlich zur kostenlosen Führung hereinkamen. Wir erfuhren ein wenig über die Kultur Südaustraliens und über die Geschichte der wirklich schönen Bibliothek. Direkt daneben befindet sich das Museum of South Australia. Viele verschiedene Ausstellungen befinden sich in dem riesigen Gebäude. Von vielen ausgestopften Säugetieren der ganzen Welt über Ausstellungen der südostasiatischen Kultur bis hin zu Fossilien war alles dabei.

10_Adelaide_sterne_4-9

Direkt nebenan vor dem Rathaus erblickten wir eine Statue der Queen Adelaide, die in Deutschland als ältestes Kind des Herzogs von Sachsen-Meinigen geboren wurde. Da kann mal Sachse bzw. Thüringer doch stolz drauf sein.

10_Adelaide_sterne_4-17 10_Adelaide_sterne_4-14

Etwas weiter befand sich die Universität von South Australia. Der größte Hörsaal und gleichzeitig auch Aula beeindruckte uns zutiefst. So ein gigantisches Gebäude für eine Uni.
Angeschlossen hat sich ein kleiner Spaziergang durch die Parklands von Adelaide, am schönen River Torrens, wo viele Ruderer ihr Künste erprobten.
Als Dankeschön für unsere Couchsurfer Marina und Sergey wollten wir am zweiten Abend etwas leckeres kochen. Nach Absprache gab es Nudeln mit Tomatensoße. Etwas enttäuscht waren wir, als das Essen fertig war und Marina meinte, dass sie generell nach 18 Uhr nichts mehr isst.
Am zweiten Tag genossen wir das wunderbare Wetter bei einem Spaziergang durch den botanischen Garten und erkundeten ein wenig die Strassen und Geschäfte von Nord Adelaide.
Auch ein Besuch der Art Gallery fehlte diesmal nicht und wir schauten uns Kunstwerke australischer und asiatischer Künstler an. Sogar Bilder von Albrecht Dürrer waren ausgestellt.

10_Adelaide_sterne_4-16

Abends gab es lecker Essen von unserer Couchsurferin, die aber selbst wieder nicht mitaß.

Den nächsten Tag verwendeten wir hauptsächlich zum Vorbereiten auf die Weiterfahrt. Wir freuten uns aufs weiterreisen, da wir uns diesmal leider nicht so wohl gefühlt hatten bei unseren Couchzuverfügungstellern. Sie waren zwar nette Leute, aber leider wenig interessiert am Erfahrungsaustausch oder Smalltalk. Wir wunderten uns über ihre Beweggründe für das Couchsurfen, denn wir lebten in den drei Tagen eher nebeneinander her und viele Versuche ein Gespräch anzufangen, scheiterte meist in den ersten Minuten. Laptop, Schachspiel, Fernseher oder sonstiges schien immer wichtiger. Wir hielten noch für einen kurzen Stopp beim Central Market, um frisches Gemüse einzukaufen.

10_Adelaide_sterne_4-6

Die Fahrt nach Norden war wenig ereignisvoll und wir schliefen an einer Rest Area südlich von Port Pirie. Wir bemerkten schon während der Fahrt, dass etwa mit unserer Klimaanlage nicht stimmte. Bald hielten wir für unsere Nachtruhe. Am morgen wartete eine böse Überraschung auf uns. Der Motor unseres Autos sprang nicht an. Alle Bemühungen den Fehler selbst zu finden bzw. einen ansässigen Mechaniker zur Raststätte zu bewegen, blieb erfolglos. Nach einigem Überlegen blieb uns nur noch die Möglichkeit in den RAA Automobilclub einzutreten, damit die jemanden vorbeischicken, das ganze kostete uns $220. Nach 45 Minuten kam auch jemand vorbei, tritt einmal an unseren Benzintank und der Motor ging wieder an. Er meinte es liegt an der Benzinpumpe. Toll, ein Arschtritt für $220!! So ganz sicher waren wir uns nicht, ob das alles war, führen aber weiter.

Aufgrund von 39 Grad und platzender Sonne entschieden wir uns spontan den Trip zu den Flinders Ranges zu vertagen. Da schon das atmen schwer fiel, wollten wir uns nicht vorstellen wie das mit dem Wandern aussehen würde. Also führte uns der Weg weiter nach Port Augusta.

weitere Bilder in der Gallery

Kommentare

2 Antworten auf „Adelaide – the most relaxing city“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.