Tassie – lang ersehnt und schnell genossen

Nach der langen Erwartungsphase durften wir nun endlich die Spirit of Tasmania betreten und nach Tasmanien übersetzen. Nach einer langweiligen 10stündigen Fahrt erreichten wir Devonport und verkrochen uns ganz schnell auf einem Campingplatz.
Am nächsten Tag ging’s aber sofort los mit der Erkundungstour. Der Weg führte uns geradewegs zu der für tasmanische Verhältnisse großen Stadt Launceston. Zuerst genossen wir die für uns doch eher kleine Stadt und bewunderten schöne viktorianische Häuser. Danach führen wir nur 3 km weiter und fanden uns in der spektakulären Catarac Gorge (Schlucht) wieder. Der untere Pool lud fast zum baden ein, wäre es nicht zu frisch gewesen. Wir umwanderten das untere Basin über eine Hängebrücke und spazierten noch ein wenig die Schlucht entlang. Die 15-minütige Sesselliftfahrt sparten wir uns, es war jedoch schön mit ansehen wie die Sitze an der längsten Seilbahn ohne Zwischenstütze in der Luft hingen.

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Weiter ging es in das Dörfchen Grindelwald. Der Name spricht für sich. Hier hat sich eine kleine Gemeinschaft das Ziel gesetzt ein schweizerisches Dorf nachzustellen. Und siehe da: wir fanden wirklich Häuser, die aus der Schweiz importiert schienen. Richtige mehrgeschossige Steinbauten mit Spitzdach und schönen Dachgiebeln erhoben sich auf monströsen Grundstücken. Alle Zäune waren im Einheitsweiss gestrichen und die Tore übertrumpften sich gegenseitig. Ein schöner Anblick.

Die Nacht verbrachten wir auf unserer ersten tasmanischen Raststätte direkt am Fluss am Boden der Batman-Bridge.

Der nächste Tag führte uns ein Stück am Meer entlang, über Scottsdale und dann in die Nähe von Gladstone. Dort entdeckten wir einen eisblauen See. Er erinnerte uns stark an den blauen oder türkisen See in Wernigerode, der auch aufgrund von Kalk eine derart faszinierende Farbe angenommen hat.

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Weiter Richtung Osten erreichten wir den Mt. William National Park. Eine Wanderung zum Mount William und einer Fahrt auf dem Forester Kangeroo Drive später erreichten wir unser Camp direkt am weißem Strand mit türkisem Wasser. Leider war das Wetter nicht das beste zum Baden, aber wir genossen trotzdem die Nähe zum Meer.

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Schon bei unserer Ankunft wartete das erste Kängeruhs auf unserem Campingplatz auf uns. Ganz zahm ließ es sich füttern und man konnte sein kleines Baby im Bauch bestaunen. Am späteren Abend tauchte dann ein weiteres auf, dass sich bald als gutes Haustier entpuppte. Wir nannten ihn Fred und er bettelte beim Essen wie ein Hund unterm Tisch. Problemlos ließ sich Fred auch streicheln trank durstig aus einer für ihn bereitgestellten Wasserschale. Wir hatten schon überlegt ihn als Haustier mitzunehmen, hätten auch keine Probleme gehabt ihn in die National Parks mit reinzukriegen. Allerdings gefielen uns seine Fliegen im Fell nicht so und im Auto war ja sowieso kein Platz mehr. Wer weiß auch, ob man ihn jemals stubenrein bekommen hätte.

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Abends beim Hörspielhören im Zelt schreckten wir aufgrund eines sehr seltsamen Geräusches hoch. Ein schrilles fauchendes Geräusch, was von schätzungsweise zwei Metern Entfernung zu kommen schien, machte uns doch etwas Angst. Andere Campinggäste stolzierten draußen mit Taschenlampen aus sicherem Abstand drum herum. Wir trauten uns aber nur durch Schlitze in unserem Zelt zu spähen. Leider erblickten Lars nicht mehr als einen dunklen Schatten, aber wir gehen davon aus, dass wir zumindest einen tasmanischen Teufel gehört, wenn auch nicht gesehen haben.

Der nächste Tag ging ereignisreich weiter. Wir frühstückten zunächst mit Blick auf die wunderschönen Bay of Fire, die ebenfalls aus schneeweißem Sand und azurblauem Wasser besteht.
Nach einem kleinen Spaziergang durch den weniger spektakulärem Douglas Aspley National Park, erreichten wir das kleine Küstenstädtchen Bicheno. Wir genossen ein paar selbstgebrutzelte Würstchen im Brötchen und spazierten ein wenig an der Küste. Am letzten Punkt entdeckten wir das Blowhole. Es war eine große Einfurchung ins Gestein. Wenn große Wellen dort hineinflossen, klatschte das Wasser so an die Felsen, dass es teilweise bis zu mehreren Metern in die Höhe spritzte. Sehr nettes Schauspiel.

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Nach einem weiteren bisschen Fahrt, entdeckten wir die friendly beaches im Frecynet National Park und gönnten uns einen kleinen Mittagsschlaf am Strand.

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu einer 6km – Wanderung zur Wineglas Bay im Frecynet NP. Der Wanderweg war verblüffend gut ausgebaut, was uns darauf schließen ließ, dass es eine echt touristische Gegend ist. Wir genossen den Anblick der runden Wineglas Bay vom hohen Lookout aus und kraxelten dann den etwas steileren Weg nach unten. Dort erwartete uns wiedermal ein weißer Strand in einer konvexen Bucht, die absolut akkurat aussah, wie von Menschenhand angelegt. Die Berge drum herum gaben der Bucht noch einen viel größeren Reiz.

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Am Strand trafen wir ein weiteres deutsches Pärchen, dass sich Tasmanien angesehen hat. Sie verschlägt es nun schon seit 8 Jahren jedes Jahr nach Australien, da beide ihrer Kinder nach Melbourne ausgewandert sind. Es war doch spannend sich mit ihnen zu unterhalten. Sie haben in den Jahren schon fast alles von Australien gesehen. Außerdem konnten sie belegen, dass das Land viel teurer geworden ist in dieser Zeit und die Wirtschaft boomt. Eine sehr nette Begegnung!

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Kommentare

5 Antworten auf „Tassie – lang ersehnt und schnell genossen“

  1. lauf yvi laaauuufffff!
    schön das da unten die schiffe ankommen…

    lasst ma wieder skypen!!?!!

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