Auf in den Westen

1,5 Hörspiele, 1.271 Kilometer, 3 Tage, etliche Stunden im Auto, dem Passieren von zwei Zeitzonen und 155 Liter Benzin später und somit ein wenig Geld ärmer haben wir endlich das Ende des Eyre Highway bzw. der Nullarbor Plain und die erste Stadt, Norsman, in Western Australia erreicht.
Als wir in Ceduna alles vorbereiteten, dachten wir nicht, dass es so schnell gehen würde bis wir in der Heimat unseres Autos ankommen würden. Doch auch diesmal flogen wir schnell durch das Outback. Viele interessante Stopps gab es einfach nicht.
Am ersten Tag hielten wir noch in dem Geisterdorf Fowlers Bay direkt am Meer. Bis auf einen älteren Mann schien der Ort vollkommen ausgestorben. Lars versuchte den Fischbestand für unsere selbstgefangenen und selbstgemachten Fischstäbchen noch vergeblich zu vergrössern, während Yvi die faszinierenden riesigen Sanddünen erkundete.

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Noch an diesem Abend durchfuhren wir die Grenze zum teuren Sprit auf die eigentliche Nullabor Plain. Aber man muss dazu sagen, dass es mit teuren zwei Dollar pro Liter (ca. 1,50€) wahrscheinlich immer noch günstiger als momentan in Deutschland ist, oder?
Das Wort Nullarbor stammt übrigens aus dem lateinischen „nullus arbor“ und bedeutet so viel wie „Kein Baum“. Und es war wirklich so: Die bis dahin vorherrschende Vegetation aus Eukalyptus Bäumen wich Büschen und Gräsern. Anzeichen von Leben gab es ab jetzt nur noch durch Roadhouses, Raststätten, den ab und zu vorbeifahrenden Autos und den toten Tiere auf der endlos scheinenden geraden Strecke.

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Kurz vor der Grenze zu Western Australia führten uns ein paar Ausschilderungen zu schönen Aussichtspunkten über die Bunda Cliffs, die am Rande der Nullarbor ins Meer abfallen.
An der Grenze mussten wir aufgrund von Seuchengefahr wieder einmal unser Gemüse und Obst abgeben und durften unsere Uhren erst eindreiviertel Stunden zurückdrehen, nur um sie 360 km weiter nochmals um 45 min zurückzuschrauben. Nach der Grenzüberschreitung fuhr der Highway leider wieder im Landesinneren lang und wir bekamen kein Meer und keine Klippen mehr zu Gesicht. Jetzt müssen wir uns auch wieder umgewöhnen. Durch die unterschiedliche Zeit geht die Sonne in WA jetzt schon ca. um 5 Uhr morgens auf und schon 18.30 Uhr unter. Wir fühlen uns in die Winterzeit im Northern Territory zurückversetzt.

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Die nächsten zwei bis drei Wochen werden wir uns damit amüsieren die Südküste von WA anzuschauen, bevor es dann zu unserer letzten Großstadt Perth losgeht.

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Kommentare

5 Antworten auf „Auf in den Westen“

  1. …das mit den Päckchen ist ein Jahrhundert-Projekt. Kommt bestimmt noch in 2013 an…nur Geduld.. :-)

  2. Falls euer Auto doch ganz den Geist aufgeben sollte, könnt ihr ja eure Tour aufm Kamel fortsetzen…;-)
    Ansonsten last euch Zeit, ich muss noch das Päckchen losschicken…

  3. Hey ihr beiden,
    das Auto hält bisher durch. Mussten es auch nicht noch einmal treten! ;) Das mit dem Kamel hätten wir auch fast machen können, hätten nur den geschätzten 500 Kilogramm schweren Kadaver vom Straßenrand auflesen müssen!
    Ich hoffe, dass es euch gut geht und die Jobsuche erfolgreich verläuft!

    Liebe Grüße aus Western Australia

  4. huhu,

    euer auto scheint ja zu halten oder müsst ihr es noch regelmäßig treten?
    genießt die ruhe in dieser gegend und passt auf die kamele auf! falls euch mal das trinkwasser ausgeht, müsst ihr halt eins schlachten, da könnt ihr gleich noch nen kamelbraten dazu machen:)

    also immer langsam fahren, sonst verpasst ihr noch was!

    liebe grüße

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