Coral Coast – Türkises Wasser und reiche Tierwelt

Nach dem entspannten Aufbruch aus Perth gelangten wir in die immer noch recht bevölkerte Region um Geraldton, die schon zur Coral Coast gehörte. Am ersten Tag rasteten wir noch am Yanchup National Park und schauten uns mal wieder Koalas an. Nach weiteren vielen Kilometern und einigen Stopps am Meer, erreichten wir die Pinnacle Desert. Dort waren Tausende von gelben Kalksteinsäulen zu sehen, die durch zusammengepresste Meerestiere entstanden sind. Man fühlte sich wie in einer Mondlandchaft und die untergehende Sonne unterstütze den romantischen Charme noch etwas.

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Am nächsten Tag fuhren wir durch kleine Küstenstädtchen wie Jurien Bay und Greenough. Wir rasteten an den schönen Ufergebieten und genossen die Sonne. Das etwas größere Städtchen Geraldton gefiel uns auch recht gut und wir plantschten etwas im Wasser bevor es zum Abendessen selbstgemachten Burger gab, die wir bei Sonnenuntergang genossen.

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Nach Geraldton machten wir einen kleinen Umweg zu dem Städtchen Kalbarri und dem gleichnamigen National Park. Die Küstenformationen erinnerten uns ein wenig an die Great Ocean Road, nur nicht ganz so schön. Schwimmen konnte man hier leider nicht, da am vorhergehenden Tag ein großer Hai gesichtet wurde. Bei den BBQs lernten wir einen älteren Deutschen kennen, der ganz allein mit seinem Jeep durch Australien tingelt.
Der Abschnitt des National Parks, der im Inland langführt, war jedoch viel faszinierender. Wir erreichten nach ein paar Metern Marsch das Nature Window. Durch diese gigantische Felsformation, die einem Fenster ähnelt, hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Murchison River in Mitten der Kalbarri Schlucht. Das war die erste wundervolle Kostprobe der gigantischen Schluchten in Western Australia.

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Am Abend erreichten wir dann die seit ewigen Kilometern erste richtige Rest Area und hatten diesmal keinen Stress bei der Schlafplatzsuche. Erstaunt beobachteten wir unsere Nachbarn, die mit einem Pony rumzureisen schienen.

Der nächste Tag verschlug uns auf dem Highway weiter in Richtung Norden bis wir beim Overland Roadhouse in Richtung Denham abbogen. Kurz vor der Stadt hielten wir bei Eagle Bluff und konnten Haie und Rochen von einer Plattform aus von oben beobachten.

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In Denham selbst hielten wir uns nicht lange auf, sondern fuhren gleich weiter ins Monkey Mia Resort. Dort mieteten wir uns für eine Nacht auf einem wirklich schönen Campingplatz direkt am Meer, mit Pool, riesiger Küche und schönen Bädern ein und trafen Georg mal wieder, der mittlerweile mit Franzosen unterwegs war. Wir genossen einen Nachmittag Luxusurlaub und plantschten im Pool, ließen es und gut gehen und träumten davon, dass es und vielleicht in Asien immer so gut gehen wird.

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Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh, denn die Delphine kamen zum Frühstück und das wollten wir natürlich nicht verpassen. Die entzückenden Meeressäuger kommen schon seit mehr als zehn Jahren jeden Morgen zu dem Strand und lassen sich bewundern und füttern. Aber sie bekommen nur so viel, dass sie während des Tages noch jagen müssen und somit wild bleiben.
Die Schönheiten kamen so nah an uns heran, dass man versucht war sie anzufassen, was aber leider verboten war. Die kleinen Köpfe lugten aus dem Wasser und die interessanten Augen schauten einen an. Sie sahen aus als würden sie die Menschenmassen am Strand ganz genau beobachten.

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Die Hitze des Tages verschlug uns gleich wieder zurück zum Pool und wir genossen den Tag noch in dem schönen Resort bevor wir uns abends einen kostenlosen Schlafplatz suchten. Dort lernten wir die drei Deutschen Vroni, Max und Marcel kennen, die ersten Backpacker in Lars‘ Alter.

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Den nächste Tag verbrachten wir hauptsächlich im Auto und erreichten am Nachmittag den unheimlichen Ort Carnavon. Die Alkoholverbotsschilder am Eingang des Supermarket, der Hinweis, dass Klauen eine Straftat ist und dass Kinder in Schulzeiten nicht bedient werden, sagte doch schon eine ganze Menge über die soziale Schicht des Ortes aus. Als dann die Verkäufer und die Bewohner noch unfreundlich reagierten, machten wir nur noch schnell Halt für ein leckeres Mittagessen, wobei wir Etwas an bettelnde Aborigini-Kinder abgaben und verabschiedeten uns ganz schnell wieder.

Am nächsten Tag erreichten wir das untere Ende des Ningaloo Reefs. Auf dem Weg nach Coral Bay, dem Tor zum Reef, hielten am Shell Beach. Dieser Strand besteht nicht aus Sand wie üblich, sondern wie der Name sagt aus Millionen von weißen Muscheln.

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In dem Touristen-Örtchen Coral Bay (200 Einwohner) angekommen, sporteten wir gleich in das türkise Wasser und probierten unsere Taucherbrille aus. Schon beim ersten Badegang wurde uns klar, dass es hier viel zu sehen gibt und wir kauften dann doch noch eine zweite Schnorchel-Ausrüstung. Den ganzen Tag schnorchelten wir im türkisem Wasser und bewunderten die bunten Fische, Rochen und Steinkorallen. Leider können wir euch an der Ubterwasserwelt nur durch Beschreibungen teilhaben lassen, da wir keine Unterwasserkamera zur Verfügung hatten.
Wir begegneten den drei Deutschen wieder und von hier an reisten wir ein wenig zusammen.

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Max und Marcel hatten das Glück von einem Fischer ein riesiges Fischfillet geschenkt zu bekommen, da dieser zu viel gefangen hatte. Grosszügig wie sie sind, teilten sie brüderlich und wir genossen den leckeren Fisch am Strand bei Sonnenuntergang mit Bierchen.

Weiter ging es nach Exmouth, dem Eingangstor für das nördliche Riff. Wir erledigten alles Nötige bevor wir in den Cape Range National Park aufbrachen. Der erste Schnorchelstopp war Oyster Stacks. Der Einstieg ins Wasser über Steine war etwas heikel, aber wir wurden mit bunten Korallen belohnt und schnorchelten weit hinaus. Man musste nur etwas aufpassen, da die Korallen manchmal sehr nah kamen. Hier wird auch empfohlen nur bei Flut zu schnorcheln, da man sich oder die Korallen verletzen könnte. Nach einer ganzen Weile trafen auch Max, Marcel und Vroni ein, die aufgrund von Polizeikontrolle und Panne doch etwas länger gebraucht hatten.
Der zweite Schnorchelspot war in der Turquoise Bay. Dort musste man zirka einen Kilometer am Strand laufen, um sich dann von der Strömung über den Korallen wieder vorspülen zu lassen. Es erinnerte ein wenig an ein Fahrgeschäft und man musste sich gar nicht anstrengen. Leider sind wir beim ersten Mal nicht weit genug rausgeschwommen und haben nur vereinzelt Korallen gesehen. Das haben wir jedoch am nächsten Tag nachgeholt und konnten kilometerlange Korallenbänke und Unmengen an bunten Fischen bewundern.
Der dritte Schnorchelplatz war im Lakeside Point. Dort entdeckten wir eine reiche Tierwelt, unter anderen zwei riesige Rochen mit einer Spannweite von bestimmt 1,50m und Riffhaie.

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Leider trennten sich die wegen der drei anderen und unserer am letzten Abend, da sie schon weiterfahren wollten zur ersten kostenlosen Rest Area, während wir noch einen Tag länger auf unser Päckchen warten wollten, welches aber leider am nächsten Tag trotzdem noch nicht angekommen war. Wir verließen Exmouth also ohne Päckchen und müssen es uns nachschicken lassen.

weitere Bilder in der Gallerie

Kommentare

4 Antworten auf „Coral Coast – Türkises Wasser und reiche Tierwelt“

  1. Tolles Foto von Pinnacle Desert, hab soetwas noch nie gesehen.
    Danke für die Postkarte und Euch ein schönes Osterfest

  2. Oh, was geht es euch gut… und uns auch , denn wir können durch diesen blog teilhaben :-)
    Ich wünsche euch und allen „Kommentar-Schreibern“ ein schönes Osterfest.

  3. ja, also, wie war das mit „Lar’s Alter“ ist
    der schon so grottenalt? Oder wie? ;-)
    Strand könnten wir jetzt auch gut gebrauchen, der Akkku ist leer, aber jetzt ist ja Ostern. Ich bekomme die Ostergeschenke von Lars und Heike die von Yvonne. Den Sekt für Euch bekommen wir auch noch weg.
    Nur weiter, schöne Erlebnisse….

  4. es gibt eigentlich nur ein Wort für das Ganze „Traumhaft“, auch wenn der Neid immer mal wieder durch kommt, es sei Euch vergönnt und wir wünschen Euch weitere so schöne Erlebnisse und Eindrücke

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