Eyre Peninsula

Bei heißen 38Grad ging unsere Reise weiter. Nach unserer Autopanne und der Entscheidung nicht in die Flinders Ranges zu fahren, gingen wir es erst einmal langsam an. Wir fuhren an diesem Tag nur noch 50km und gönnten uns nach dem Stress erstmal einen McFlurry und nen BicMac bei McDonalds und legten uns den Rest des Tages in den Schatten am Strand in Port Pirie. Am Abend entdeckten wir ein paar Kilometer weiter in Port Germain noch ein schöneres Plätzchen mit einem 1,6km langen Angelsteg und super BBQ Platz. Auch Duschen gab es kostenlos und bei den Temperaturen störte es uns auch nicht, dass sie nur kalt waren. Leider konnten wir auf dem Fleckchen nicht schlafen und müssten ein Stückchen zurück zur Raststätte.
Am nächsten Tag durchquerten wir das etwas größere Städtchen Port Augusta und die zweitgrößte Stadt South Australia’s Whyalla, die aber doch eher ein kleines Nest war. Dort wateten wir ein wenig durch türkisfarbenes Wasser und Yvi erschrak plötzlich, als ein Krebs unter Wasser ihre Füße berührte. Die Nacht verbrachten wir am wunderschönen Point Lowly, direkt neben einem Leuchtturm. Pünktlich zum Abendessen kam ein kleiner Delfin ganz nah an der Küste an uns vorbeigeschwommen.

11_Eyre_Peninsula_sterne_4_DSC_0342

Wir hatten eigentlich erwartet, dass jetzt endlich der australische Sommer anfängt, aber leider haben wir falsch gedacht. Schon am nächsten Tag kam wieder eine Kaltfront und es begann zu regnen. Das Zelt mussten wir nass einpacken und reisten am Tag durch ein paar gemütliche Fischerdörfchen, die eigentlich alle das gleiche zu bieten hatte: Strand, Spielplatz, Wiese, BBQ und den obligatorischen Angelsteg.
Schließlich erreichten wir Port Lincoln, die letzte etwas größere Stadt vor Western Australia. In dieser spazierten wir am Abend durch den wunderschönen Hafen, der mit Luxusvillen gesäumt war und bauten schon unsere Zukunft zurecht.

11_Eyre_Peninsula_sterne_4_DSC_0038

Die Nacht verbrachten wir im 15km entfernten Lincoln National Park direkt am Meer. Das Wetter hatte sich zwar deutlich abgekühlt, aber immerhin kam die Sonne wieder heraus.
Nach einem kleinen Morgenbad im Meer, erkundeten wir den weniger spektakulären Park. Wir fanden einen sehr einfachen Leuchtturm und ein paar nette weiße Strände. Es war jedoch zu kühl zum Baden.
Unsere Reise führte uns weiter auf dem Flinders Highway wieder Richtung Norden. Wir durchquerten die beiden Örtchen Coffin Bay und Elliston, die den vorherigen Orten sehr ähnelten. Der einzige Unterschied zur Ostküste der Eyre Peninsula war, dass es teilweise hohe Steilküsten gab, die faszinierend tief aus dem Meer aufragten.

11_Eyre_Peninsula_sterne_4_DSC_0045

In der kommenden Nacht auf einer Rest Area fing es wieder bitterlich an zu regnen und es hörte selbst am Morgen nicht auf. Unser Zelt war pitschnass und der Himmel sah nicht aus als wollte er aufreißen. Dieser trübsinnige Tag wird uns wohl im Gedächtnis bleiben, denn wir verbrachten ihn komplett auf dieser Raststätte. Wir wussten im Regen nichts mit uns anzufangen und zweitens war unser Zelt einfach zu nass zum Einpacken. Also gammelten wir und verbrachten den Tag mit Lesen, Schlafen, Computerarbeit und Filmschauen.
Dafür weckte uns am nächsten Morgen wieder die Sonne und wir standen motiviert auf, um weiterzufahren. Der erste Stopp sollte Point Labatt sein, an dem es eine der wenigen Seelöwenkolonien auf dem australischen Festland gibt. Und siehe da, nach 40km Schotterpiste durften wir die kleinen süßen Löwen rumwatscheln und vor allem faul am Strand liegen sehen. Echt drollig! Ein paar spielten sogar im Wasser. Super Erlebnis und ganz ohne teure Tour.

11_Eyre_Peninsula_sterne_4_DSC_0151

Nach nun einer schönen Woche Eyre Peninsula sind wir jetzt in Ceduna angekommen. Das letzte bisschen Zivilisation bevor es morgen für uns zum zweiten Mal auf ins Outback geht. Diesmal folgen wir der Nullabor Plain nach Western Australia, eine der längsten geraden Strecken der Welt. Die parallel ebenfalls schnurgerade verlaufende Eisenbahnlinie ist sogar ein Weltrekord.

Wer nicht weiß, wo das jetzt schon wieder ist, hier eine kleine Karte mit der Reisestrecke, die wir in den nächsten Tagen oder Wochen zurücklegen werden:


Nullarbor auf einer größeren Karte anzeigen

Da wir wie schon gesagt nur in einem kleinen Dörfen zur Zeit weilen, ist auch die Mobilfunk- und somit auch Internetverbindung sehr eingeschränkt und es reicht leider nicht aus, um Bilder hochzuladen. Diesmal also nur ein kleiner Lagebericht und die Bilder werden wir nachträglich einfügen, sobald es uns möglich ist. Versprochen!

weitere Bilder in der Gallery

Kommentare

4 Antworten auf „Eyre Peninsula“

  1. Hallo:-)

    Ich wollte fragen ob es in Ordnung ist, wenn ich das sehr stimmungsvolle Bild des Leuchtturms für eine Präsentation für die Hochschule verwende.
    Ich arbeite gerade an einem Projekt zur Lage der Flüchtlinge in Europa und da geht es eben auch um einen gewünschten Leuchtturm auf Lampedusa (dort ist keiner, der den Booten den Weg weist); der Leuchtturm von euch sieht vor allem sehr mediterran aus, nicht so weiß/rot wie im Norden üblich…

    Natürlich gebe ich die Quelle an, falls das okay ist!

    Bin selber leidenschaftlicher Australien Fan und finde eure Reiseberichte hochspannend…leider ist das alles mit Familie nicht mehr so einfach, das Reisen:-)

    Mit besten Grüßen und meiner Bewunderung,

    Michael

  2. Achso, vergessen: ausserdem: Tabak und Zigaretten werden uns zu dumping-Preisen nachgeworfen, wir essen Körnerbrot und wie bei euch am Meer ist es auch am Kötizer See noch zu kalt zum Baden…..

  3. Bei dem ganzen Regen müsstet ihr ja inzwischen Schwimmhäute haben zwischen den Zehen. Hier ist Sonnenschein, angenehme Wärme, billiges Bier und Wein, na ja, mit Strand können wir nicht glänzen.

  4. Sehr stimmungsvolle Bilder, besonders die mit dem Leuchturm. Sah der Himmel wirlkich so aus, oder war da ein gutes Bildbearbeitungsprogramm am Werk? ;-)
    Lars als Angler macht auch was her und sehr putzig sind die Seehunde!! Ich wünsche euch weiterhin viele schöne Eindrücke.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.