Traumhafte Strände und grüne Wälder

Unseren ersten längerer Stopp in Western Australia verbrachten wir in dem süßen kleinen Städtchen Esperance. In allen Touristenbrochüren wurde uns diese Stadt angepriesenen wegen der wunderschönen Strände. Tatsächlich schon am Standstrand strahlte uns weißer Sand und türkises Wasser an. Auch Sammy der fette Seelöwe, der unterm Jetty haust, gefiel uns sehr gut und wir konnten endlich wieder in einem Woolworths einkaufen.

Sammy the Seelion | Esperance

Am Nachmittag fuhren wir in den beliebten Le Grand National Park. Für einen Bergaufstieg fanden wir es zu heiß. Faul am Strand liegen und im paradiesischem Wasser plantschen schien uns da viel ansprechender. Der zweite Stopp im Park gefiel uns aber noch viel mehr. Die Lucky Bay beeindruckte schon von oben. Der weiße Sand strahlte nur so in den Himmel und das Wasser war einfach wunderschön, leider etwas zu windig zum baden, aber wunderschön für einen Spaziergang.

Le Grand National Park

Auf der Fahrt hinaus trafen wir Georg wieder. Wir hatten ihn schon auf der Nullarbor kennen gelernt und in Norseman wiedergetroffen. Ab diesem Zeitpunkt entschieden wir uns ein wenig zusammen zu reisen. Da die National Park Campingplätze voll waren, verbrachten wir die Nacht auf einer sehr abgelegenen Rest Area.
Am nachsten Tag entdeckten wir noch den Twilight Strand in der Nähe von Esperance. Wir verbrachten den ganzen Vormittag mit dem Genießen dieses Paradieses bevor wir uns abends das erste Mal eine verbotene Campingstelle suchten. Gott sei Dank kontrollierte uns keiner und wir konnten unbesorgt weiterfahren.

Twilight Beach | Esperance

Eigentlich war es unser Plan den Fitzgerald National Park zu besuchen. Als jedoch die etwas ältere Dame in dem Touristenbüro meinte, dass alles „just bush“ ist und wir lieber gleich nach Albany fahren sollten und uns die drückende Hitze sowieso eher Richtung Wasser trieb, ließen wir ihn aus.
Auf der Rest Area am diesem Abend lernten wir Jason kennen. Der Engländer aus Manchester für 2,5 Monate Urlaub in Australien und reist von Perth nach Sydney (knapp 7000 KM) mit dem Fahrrad. Unglaublich solche Strecken zurückzulegen inklusive Campingzeug, Essen und Wasser. Wir tauschten spannende Geschichten aus bevor es am nächsten morgen weiterging.

Jason with his bike

Auf den Weg nach Albany hielten wir am schönen Kulga River, an dem Lars uns leckere Fischstäbchen gefangen hat. Bald darauf erreichen wir Albany und schlenderten ein wenig durch das niedliche Fischerörtchen und fuhren auf den Mount Clearence, um die schöne Umgebung von oben zu betrachten. Nach Albany teilten sich die Wege mit Georg wieder. Wir wollten gerne zum Porongurup National Park in den Norden und Georg weiter an der Küste entlang. Wir behielten uns vor uns vielleicht danach wieder zu trefen.

Porongurup National Park

Wir machten uns auf den kurzen 40km Weg zum Park und erwanderten bei 35 Grad den Castle Mountain and Balcony Track. Am Ende des steilen Tracks durften wir ein wenig durch Granitfelsen klettern bis wir zu einer steilen Treppe kamen, die zum Granite Skywalk hinaufführte.

Porongurup National Park

Die Platform auf bzw. neben dem Granitfelsen wird nur durch eine Stahlkonstruktion gehalten. War doch etwas gruselig wenn man unter sich nichts sieht und der Boden ca. 50m entfernt ist. Man hatte auch eine wunderschöne Sicht aufs umliegende Land. Ein Stückchen weiter erblickten wir noch den Tree in The Rocks, ein auf Granitfelsen wachsender Baum.

Denmark River | Denmark | Western Australia

Zurück an der Küste erwarteten uns wieder ganz andere Naturerlebnisse. Zuerst fuhren wir durch den kleinen Ort Denmark und rasteten dort an einer sehr schönen Picnic Area am Denmark River. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir noch den William Bay National Park mit seinen schönen Badebuchten.

13_Esperance-Albany-Pamberton_sterne_4_DSC_0197

The Elephant Rocks sahen wirklich ein wenig wie Elefanten aus und leuchteten gelb in der untergehenden Sonne. Auch der Green Pool sah sehr verlockend aus. Leider hatten wir zu wenig Zeit, um uns ein ausgiebiges Bad zu gönnen, da wir noch einen geeigneten Schlafplatz finden mussten. Bald darauf trafen wir dort auch ein und zwar an einem wunderschönen Inlet, an dem wir mal wieder frisch gefangenen Fisch genießen durften und wo der Mond direkt über dem kleinen Inlet aufging und eine atemberaubende Kulisse bot.

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Der nächste Tag verschlug uns in die Region um Walpole und deren Wildnisgebiet. Zunächst wurde im nächsten Fluss mal wieder was Abendesssen gefangen bevor wir eine kleine Rundfahrt durch die Gegend des Nornalup und Walepole Inlets machten. Der Tree Top Walk im Valley of the Giants war uns etwas zu teuer, weswegen wir uns für den kostenlosen Wanderweg am Grunde der Mammutbäume entschieden. Wir entdeckten Bäume, die sowohl im Umfang als auch in der Hohe unvorstellbar gross waren.

Ancient Empire Park | Valley of the giants Ancient Empire Park | Valley of the giants

Kurz danach erhaschten wir noch einen schönen Blick auf den Mandalay Beach, an dem auf Grund von Erosionen alle zehn Jahre mal ein Schiffswrack aus dem Sand auftaucht. Leider war es bei unserem Besuch nicht zu sehen, aber der wilde Küstenstreifen mit den kleinen Steininseln drumherum bot trotzdem einen schönen Anblick.

Mandalay Beach | Western Australia

Der nächste Abschnitt führte uns durch Wälder mit riesigen Bäumen und unheimlich viel Grün. Auf der Fahrt nach Northcliff machten wir einen kleinen Abstecher in den Shannon National Park und schnupperten saubere Waldluft und bewunderten wieder die riesigen Karri Bäume. Der größte war hier 85m hoch und mehr als 400 Jahre alt, also älter als das von den Kolonisten gegründete Australien.

Big Tree | more than 60 meters high

Bald darauf erreichten wir das kleine Örtchen Pamberton und machten uns auf in den Gloucester National Park, um den Gloucester Tree zu besteigen. An dem Baum wurde eine Arte Treppe befestigt, in dem riesige Nägel in den Baum gehauen wurden, an dem man den ihn erklimmen kann. Weiter oben wurden Plattformen gebaut, die nur von der Baumkrone getragen wurden. Sehr faszinierend! Früher wurden diese Kletterbäume als Ausguck benutzt, um Feuer frühzeitig zu entdeckten, heute ist es eine Touristenattraktion. Auch wir überwunden uns die doch etwas gefährlich aussehende Kletterei in Angriff zu nehmen. Als sich der Boden immer weiter entfernte und man realisierte, dass man nur auf ein paar waagerechten Riesennägeln stand, wurde einem doch etwas mulmig und man bemühte sich noch mehr nicht abzurutschen. Der Adrenalinausstoss wurde aber mit einer besonders tollen Aussicht belohnt. Und man glaubt es kaum: die Baumkrone wackelt nicht, obwohl der Baum so hoch in der Luft ist, um genau zu sein 60m.

Gloucester Tree

Nach den Strapazen mussten wir uns erstmal ausruhen und wir genossen den Nachmittag am Big Brook Dam und kühlten uns ein wenig ab.
Am Abend fuhren wir weiter in den Warren National Park, um dort unser Lager aufzuschlagen. Wir genossen die wunderschöne Stille mitten im Wald und bewunderten die Schönheiten des Warren Rivers.

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Kommentare

8 Antworten auf „Traumhafte Strände und grüne Wälder“

  1. Das hört sich fabelhaft an – ich würde doch gerne ein paar Fisch-Bilder sehen. Wir probieren es nächstes we mal mit krabben-fangen *g* vielleicht gibts auch nen flathead – wir berichten. liebste grüße an die weltenbummler

  2. Meine Bewunderung und Hochachtung ist euch sicher!!!
    Den Baum auf den „waagerechten Nägeln“ zu erklimmmen ist ne tolle Leistung, ich habe schon beim Anblick der Fotos Schweißperlen auf der Stirn…;-)
    Wie war denn der Abstieg???
    LG

  3. Vielen dank mein lieber…schade das du nicht dabei sein kannst,aber dann beim nächsten….passt schön auf euch auf und schreibt bitte weiter so tolle berichte….LG an euch

  4. na bei dem vielen Fisch als Nahrung müsst Ihr auspassen, dass Euch keine Flossen wachsen ;-) – sehr schöner und ausführlicher Reisebericht mit tollen Bildern; weiter so !

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