The Far North – wohl doch ein ander mal

In Broome angekommen gönnten wir uns erst einmal ein paar Tage Ruhe. Das kleine Städtchen Broome hatte nicht viel zu bieten, aber bei Temperaturen von 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit blieb sowieso nur der Gang zum Meer. Wir badeten im badewannenwarmen Wasser am berühmten Cable Beach, der aber gar nicht so eindrucksvoll war wie gedacht. Leider erfuhren wir am nächsten Tag im Visitor Centre, dass Schwimmen im Wasser noch sehr gefährlich sei, da noch Quallensaison ist. Man könnte zwar durch ein künstliches Koma vom schmerzvollen Tod bewahrt werden, aber wir entschieden uns die nächsten Tage dann doch lieber gegen ein Bad im Meer.

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Das war leider nicht die einzige schlechte Nachricht. Die Strecke, die wir durch die Kimberly’s geplant hatten, war leider noch nicht möglich, da der größte Teil der Straße aufgrund der anhaltenden Regenzeit noch nicht freigegeben war. Die Wartezeit von mehr als einem Monat erschien uns zu lange, weswegen wir uns schworen irgendwann in unserem Leben noch einmal wiederzukommen, um die Kimberly’s zu sehen.

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Abends machten wir uns auf, um den Sonnenuntergang am Cable Beach zu beobachten und nun wussten wir woher die Faszination für diesen Strand herrührt. Wunderschöne Farben spiegelten sich auf dem feuchten Watt wieder und der Strand erstrahlte im ganz neuem Glanz. Seltsam erschienen uns nur die Leute, die mit Metalldetektoren nach Schmuck und anderen Sachen suchten, die andere Leute verloren hatten. Wir entdeckten auch Kamele, die von einer Sunset-Tour wiederkamen und kehrten danach zum Caravan Park zurück.

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Am dritten Tag trafen wir Georg mal wieder, wir hatten ihn ja schon lange nicht gesehen. Den Vormittag verbrachten wir auf einem netten Wochenmarkt, an dem es allerlei Kitsch und leckere heiße Donuts für nur 75 Cent das Stück zu kaufen gab. Am Nachmittag entschieden wir uns für ein teures Schwimmbad, die einzige Art sich abzukühlen, da unser Caravan Park leider kein Pool zu bieten hatte und das Meer ja tabu war.
Gegen Abend trafen wir uns wieder mit Gebby, Georgs amerikanische Reisepartnerin, und gönnten uns ein teures Bier in der netten Brauerei mit Ausschank namens „Matso´s“. Der Abend wurde mit netter Livemusik untermalt.

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Jedoch mussten wir nach kurzer Zeit schon wieder aufbrechen, da wir „Staircase to the Moon“ nicht verpassen durften. Am Town Beach spiegelte sich der Mond auf dem Watt am Strand in der Weise, dass es den Anschein machte, es gäbe eine Treppe zum Mond. Sehr schönes Schauspiel, bei dem ganz Broome und alle Touristen anwesend zu sein schienen. Außerdem erhielten wir noch einen spektakulären Blick auf ein Gewitter in der Ferne.

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Am nächsten Tag fuhren wir früh los, um viele Kilometer zu schaffen, nun leider auf direktem Wege auf dem Highway und nicht durch die Kimberly’s. Aufgrund der Hoffnung wenigstens ein wenig von dem Gebirge zu sehen, wollten wir zumindest die Geikie Gorge nicht verpassen und übernachteten in Fitzroy Crossing. Leider war der Campingplatz nicht die beste Wahl. Es gab weder Kühlschrank noch Kochmöglichkeiten und die angrenzende Bar war überfüllt von grimmig aussehenden Aborigines. Das schlimmste allerdings war das Bad. Es schienen mehrere Heuschrecken und Spinnennester dort drin versteckt zu sein und das letzte Putzen war mindestens ein Jahrhundert her. Schon das Auf-Toilette-Gehen war eine riesige Überwindung, vor allem wenn beim Spülgang aus allen Ritzen noch weitere Tierchen auftauchen. Doch noch schlimmer war das Duschen. Nachdem man das Wasser aufgedreht hatte, wollten wohl alle versteckten Viecher das Weite suchen und kamen aus ihren Löchern gekrochen. Yvi sprang nackt aus der Duschkabine, schnappte sich ihr Zeug und rannte davon.

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Leider hatten sich diese Strapazen nicht gelohnt, denn die Geikie Gorge war nur mit Boot erkundbar, dass aber 15min vor unserer Ankunft abgelegt hatte. Also fuhren wir weiter. Bis nach Halls Creek gab es leider nichts Spannendes zu sehen außer flaches Grasland. In Halls Creek angekommen kamen wir zur Shell Tankstelle, an der das Sprit nun schon $1,81 kostete. Wir tankten voll und wollten den Motor starten, um weiter zu fahren, aber leider rührte sich nichts…

weitere Bilder in der Gallerie

Kommentare

3 Antworten auf „The Far North – wohl doch ein ander mal“

  1. War wieder ein schöner Beitrag, und die Bilder einfach ein Traum, eben wie Urlaub. Die kleine Echse ist auch süß…;)

  2. Hoffe die Fortsetzung der Geschichte beginnt nicht in einer überteuerten Werkstatt?! Ach..und awesome Sonnenuntergang!!

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