The Pilbara – Schluchten und mehr

Päckchenlos und voller Eindrücke vom Ningaloo Reef machten wir uns auf den Weg in die Landschaft von Pilbara. Wir schwitzen bei 40 Grad (im Schatten) in der Outbacksonne und gönnten uns beim angeblich teuersten Roadhouse in Australien zwei Eis für insgesamt $10. Während die Sonne weiter prasselte, veränderte sich die Landschaft immer weiter. Die Farben intensivierten sich. Rote Erde, grüne Büsche und tiefblauer Himmel. An diesem Kontrast konnte man sich gar nicht sattsehen.
Als dann noch eine Windhose aus dem nichts auftauchte und bis in den Himmel ragte und sich ein Unwetter vor uns her schob, dass einen wunderschönen Regenbogen produzierte, waren wir fasziniert.

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Wir hofften, dass uns das Gewitter nicht einholen würde an unserem wilden Campingplatz und sicherten unser Zelt vorsichtshalber so gut es ging. Wir hatten das Glück zuckende Blitze in der Weite beobachten zu können, ohne nass zu werden.

Am nächsten Tag trafen wir Vroni, Max und Marcel in Tom Price wieder und hofften auf eine eventuelle gemeinsame Weiterfahrt. Doch da hat uns Shell leider einen Strich durch die Rechnung gemacht: es gab kein Benzin. Und zu unseren Unglück war dies die einzige Tankstelle in dem Minenstädtchen. Erst hieß es, der Tanklaster soll Mitte des Morgens kommen. Wir hofften den ganzen Tag, dass wir noch weiterfahren können, aber leider wurde daraus nichts.

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Zum Trost lernten wir viele weitere Benzinopfer kennen, die ebenfalls warten mussten. Unsere neu angefertigte Karte unserer Reiseroute an unserem Autofenster regte immer wieder zu neuen Gesprächsthemen an. Unter anderem trafen wir zwei deutsche Tierarztstudentinnen aus Leipzig, denen wir erstmal die australische BBQ-Kultur gezeigt haben. Nach fünf Stunden Warten war es nun endlich so weit: es gab Sprit zum günstigen Preis von $1,64. Juhu! Leider war es schon zu spät zum Weiterfahren und wir übernachteten an einer R.I.P. (Rest-in-piece) Restarea, wo viele Steine zum Gedenken an Verstorbene aufgestellt wurden.

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Am nächsten Tag konnte es nun endlich losgehen in den Karijini National Park. Wir hatten schon einiges über die tollen Schluchten gehört und waren nun sehr gespannt. Der erste Lookout präsentierte uns die Stelle, an der sich drei verschiedene Schluchten treffen. Zum Erwandern suchten wir uns die überall als gefährlich ausgeschriebene Hancock Gorge aus und es war überwältigend.

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Wir kletterten über Stock und Stein zunächst hinunter in die steile Schlucht und waren bald von steilen Felswänden umgeben. Nach einer Weile schien der Weg ein Ende zu haben, denn es war nur noch ein großes Wasserbecken zu sehen. Aber nein, der Weg ging weiter und zwar durch das Wasser, deshalb also Wander-Schwierigkeitsstufe fünf von fünf. Yvi machte die Vorhut und tastete sich durch das Wasser und versuchte, ob man den kompletten Weg auch laufen statt schwimmen konnte, damit Lars die Kamera mitnehmen konnte. Sie fand einen Weg und Lars folgte ihr vorsichtig mit der Kamera auf einer Hand nach oben gehalten.

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Der weitere Weg ging spannend weiter. Durch eine enge Felsspalte, durch die Wasser rann, kletterten wir zum nächsten Pool. Ab da hatten wir auch bald das Ende des Weges erreicht. Man konnte nach unten in die Schlucht weiterschauen und es bot sich ein wunderschöner Blick in die Tiefe der Schlucht mit Wasserbecken und rinnendem Wasser. Leider war es ab hier zu gefährlich und es gibt sogar Strafen dafür, da hier schon einige heikle Rettungsmanöver ausgeführt werden mussten, wobei ein Australier 2004 ums Leben kam, als er ein paar Backpacker retten wollte. Also drehten wir um.
Die weiteren Wege an diesem Tag waren zwar nicht ganz so abenteuerlich, aber wunderbar anzusehen.

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Erst kletterten wir hinunter zu den Joffre Falls, badeten in dem kühlen Wasser und plauderten ein wenig mit einer schweizerischen Familie.
Auch die Kalamina Gorge war nett anzusehen. Nach so viel Kletterei waren wir ganz schön müde und bauten im Nationalpark Camp unser Lager auf.

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Den nächsten Tag verbrachten wir in der Dales Gorge. Wir genossen ein erfrischendes Bad in den Becken der Fortescue Falls bevor wir die Schlucht erwanderten. Manchmal war es doch recht schwer den Weg zu finden, doch schließlich erreichten wir den wunderbaren Circular Pool, eine kleine Oase inmitten der Felswände. Das Wasser rann den Fels hinunter, sodass man unter einem Felsvorsprung eine natürliche Dusche genießen konnte. Einige Verrückte sprangen von den mehr als fünf Meter hohen Vorsprüngen. Wir hatten jedoch am Tag vorher von einem bösen Unfall gehört und ließen es lieber sein.

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Nach einem leckeren Mittagsmahl machten wir uns noch einmal auf den Weg zu den Fortescue Falls, da wir aus irgendeinem Grund den Fern Pool nicht gefunden hatten. Doch diesmal fanden wir ihn und genossen die unheimliche Stille an dem heiligen Ort der Aborigines. Kleine Fische tummelten sich an unseren Füssen und knabberten an überflüssiger Haut. Nach einem Abendbad fing es an zu regnen und wir kehrten schnell zu unserem Camp zurück.

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Nach wunderbaren zwei Tagen im Karijini National Park musste es leider weitergehen und die nächsten zwei Tage verstrichen ereignislos im Auto bis wir nach zirka 1000km in der brennenden Hitze sehr erschöpft in Broome ankamen.

weitere Bilder in der Gallerie

Kommentare

5 Antworten auf „The Pilbara – Schluchten und mehr“

  1. Wir sind nicht Schuld am “ päckchenlos“, haben die „Ostereier“ rechtzeitig losgeschickt, hoffen, dass sie Euch hinter reisen und Euch doch noch erreichen, wenn Ihr Euch natürlich in so einer traumhaften Landschaft bewegt, würde natürlich ein “ Postoffice“ völlig fehl am Platze sein

  2. Wandern im Wasser und dann werden einem die Füße auch noch gesäubert, echt klasse.
    Weiterhin viel Spass.

  3. Das sind ja mal wieder SUPER Fotos und ein interessanter Bericht.
    Das war bestimmt ein tolles Erlebnis, ich bin beindruckt, auch von eurer körperlichen Leistung…;-)

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