Eine Mischung aus Messe, Rummel, Tiershow, Schützenfest und Jahrmarkt

…..das nennt man Royal Show Darwin 2012.

Am letzten Freitag waren wir zusammen mit Dan auf der Darwin Royal Show. Als wir Dan fragten, was diese Show eigentlich ist, antwortet er, dass Farmer aus dem Northern Territory ihre Tiere und Pflanzen vorstellen, diese in allen möglichen Kategorien, wie Schönstes, Bestes, Größtes, Kleinstes, Hässlichstes usw. prämiert werden und nebenbei noch ein riesiges Fest drumherum stattfindet.

Yvi bekam natürlich auch frei und gegen 14Uhr kamen wir bei den Showgrounds in Darwin an und stellten uns bei der Kasse an, um unsere $18 Eintritt zu bezahlen.

Zur Begrüßung schauten wir uns zunächst einmal die Tiere an, die es zu bewundern gab. Nachdem wir an riesigen schlafenden Schweinen vorbeispaziert waren, gelangten wir über den Mäusezirkus zu tausenden verschieden ausehenden Hühnern und Enten. Jedes Tier hatte einen anderen Preis gewonnen. Und manche Tiere waren äußert hässlich, haben aber dennoch einen Preis gewonnen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was es für hässliche Geflügelarten gibt.

Darwin Royal Show 2012 Darwin Royal Show 2012

Darwin Royal Show 2012 Darwin Royal Show 2012

Weiter ging es dann durch den Orchideen-Pavillon, in dem wir alle möglichen Sorten der schönen Blumengattung inspizieren konnten. Vorbei an geschätzen Millionen Kitsch- und Spielzeugständen kamen wir an der Essensecke vorbei. An allem Ecken roch es nach anderen Spezialitäten. Yvi entschloss sich für lecker gekochten Mais und Knoblauchbrot, Lars für eine Wurst am Stiehl und ein Stückchen Pizza und Dan verputzte eine Chilimischung, die auch im zu heiß war, obwohl er scharfes Essen gewohnt ist. Am Ende gabe es leckeres Eis für alle, spendiert von Dan.

Darwin Royal Show 2012 Darwin Royal Show 2012

Anschließend suchten wir verzweifelt die Dog Shows und waren doch etwas enttäuscht als wir sie endlich entdeckt haben. „Show“ konnte man das nun wirklich nicht nennen, wenn Hund und Herrchen ein wenig zusammen über die Wiese spazieren. Immerhin gab es interessante Hunde zu sehen.
Es gabe auch noch weitere Tierchen zu entdecken wie bunte Vögel, schlafende Katzen und gefährliche Schlangen. An einem Hundestand für heimatlose Hunde konnte Yvi dann doch nicht tatenlos vorbeigehen und spendete ein paar Dollar für die hübschen Vierbeiner.
Auch Kürbisse und andere Gemüsesorten wurden ausgestellt und prämiert. Unter anderem war ein unglaublicher 90,5Kg schwerer Kürbis dabei.

2_darwin_show_sterne_4-12 Darwin Royal Show 2012

Nach so vielen Tieren brauchten wir erstmal eine Erfrischung und wir gönnten uns ein Bierchen für $6,50 und genossen die untergehende Sonne (der Rest des Tages war eher bewölkt, was sehr komisch für Darwin ist) mit einem Blick auf über Hürden springende Pferde.

Danach war es endlich so weit: Das lang ersehnte Schweinerennen (Pig Racing) sollte stattfinden. Wir machten uns auf den Weg in die „Arena“, nahmen Platz und warteten fast einige Minuten bis es endlich losing. Eigentlich nur, um kleine Ferkelchen für 5 Minuten im Kreis rennen und schließlich vom Einmeter ins Wasser springen zu sehen. Das ganze wurde von zwei Moderatoren von ca. 70 Jahren Altersunterschied (5 und 75 Jahre alt) untermalt. Ein übertriebenes und völlig schwachsinniges australisches Theater, aber so kennen wir unsere Aussis. Dennoch war es witzig den kleinen Ferkeln zuzusehen, wie sie um die wetten gerannt sind.

Darwin Royal Show 2012

Als es dunkler und kühler wurde, schlenderten wir ein wenig über den angegliederten Rummel. Riesige Fahrgeschäfte ragten auf und erregten schon beim Zuschauen Schwindel. Wir entschlossen, dass unsere Mägen schon zu alt und unsere Portmonnaies zu leer sind für den ganzen Spass und beließen es bei Looseziehen und Zuschauen. Ganz besonders amüsant waren die Kinder, die in in einer Art Riesenluftballon gefangen waren und hilflos versuchten über das Wasser zu rennen. Da mussten wir doch etwas lachen und amüsierten uns nur vom Zusehen.

Darwin Royal Show 2012 Darwin Royal Show 2012

Zum Abschied gönnten wir uns noch ein paar holländische Poffertjes mit Schokosauce und schlenderten langsam zurück Richtung Auto. Jetzt hatten wir auch eine australische „Show“ erlebt. Ein sehr amüsantes Ereignis, was ziemlich stark an einen deutschen Rummel mit zusätzlich ausgestellten Tieren erinnert.

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