Another wonderful place – Pulau Perhentian

Nachdem wir die historische Stadt Melaka hinter uns gelassen hatten, ging es mit einer 10h-Busfahrt über Nacht Richtung Nordosten. Leider bezahlten wir den Preis (RM 51) für einen Luxusbus und wurden mal wieder reingelegt. Der Bus, den wir bekamen war leider nur “Ekonomi”. Trotzdem war er einigermaßen bequem und nachdem wir uns wieder heftig über die Abzocke aufgeregt hatten, konnten wir es doch genießen.

Morgens um 5.30 Uhr wurden wir mitten auf dem Weg hinaus geworfen und ein Taxi fuhr uns direkt zur Fähre für RM20. Dort angekommen ließen sie uns auch nicht lange fackeln und es ging gleich via Speedboat (RM70 pro Person return) auf die Insel. Leider wurde uns mitgeteilt, dass genau der Teil der Insel, an dem wir uns mit Herwig, dem Österreicher, verabredet hatten, schon gesperrt war. Das und die dunklen Wolken über der Insel stimmten uns dann doch vorerst ein wenig pessimistisch. Auf der Insel, am Longbeach, angekommen, entdeckten wir erstmal keine Menschenseele, denn um 7.30 Uhr am Morgen ist hier noch keiner aus den Federn. Nach einigen Besichtigungen von Unterkünften entschieden wir uns für den gegenüberliegenden Strand “Coral Bay” und für die Unterkunft Senja Resort. Dieses Hotel arbeitete nur noch im Sparmodus, da sie schon die Monsoonzeit eingeläutet hatten. Also gab es keine Klimaanlage, kein Heißwasser, Strom nur von 19-7Uhr und kein Restaurant. Dafür wurde der Raumpreis aber um 50% gesenkt und wir bezahlten nur noch RM50 pro Nacht für einen wirklichen schönen Bungalow direkt am weißen Strand.

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Natürlich mussten wir erstmal ein wenig Schlaf nachholen und verbrachten den Vormittag im Bett. Als Yvi sich gegen 13Uhr hinaus traute, staunte sie nicht schlecht, als ihr die Sonne entgegen lächelte und somit das Paradies doch wirklich wie eins aussah. Schnell wurde das Badetuch und Bikini ausgepackt und sich an den Strand gelegt. Nachdem Lars aus seinem Tiefschlaf erwachte, brachte er erstmal unwissenden Schweizern bei wie man Kokosnüsse knackt. Das hatten wir ja schon in Australien gelernt. Nach ein paar geschickten Handgriffen und der Hilfe des “Crocodile-Dundee-” Messers war die Kokosnuss geknackt. Zum Abendessen gönnten wir uns Kingfisch und Tintenfischringe und unterhielten uns angeregt mit dem Schweizer Pärchen.

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Am nächsten Tag ließen wir einfach unsere Seele baumeln, leider nicht in einer Hängematte, aber doch am Traumstrand von Coral Bay. Wir gingen oft ins Wasser und probierten auch das Schnorcheln aus, was uns aber nicht vom Hocker gerissen hat. Leider war es vor allem bei Ebbe schwer ins Wasser hineinzukommen, da viele Steine und Korallen schon im flachen Wasser warteten und die Sicht durch den Regen der letzten Tage sehr vermindert gewesen war.

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Für den nächsten Tag hatten wir einen Schnorchel-Trip (RM35 pro Person) gebucht. Wir waren uns unsicher bezüglich des Wetters, da abends immer wieder dunkle Wolken aufzogen. Doch wir hatten sehr viel Glück und den ganzen Tag schönstes Sommerwetter.
Den ersten Stopp hatten wir am Turtle Beach, an dem es aber keine Schildkröten gab. Dafür aber schöne Korallen und bunte Fische. Unser Führer hat uns an der einen Seite ins Wasser gelassen und uns an der anderen Seite wieder abgeholt. “Nur für gute Schwimmer”, sagte er und alle Asiaten blieben im Boot.

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Von da aus ging es weiter zum Turtle Point, wo es doch tatsächlich auch riesige Wasserschildkröten gab. Vom Boot aus sichteten wir eine und sofort sprang Lars ins Wasser, bewaffnet mit unserer Unterwasserkamera, die natürlich im wichtigsten Moment wieder beschlug. Trotzdem war es wunderschön mit der Schildkröte zu schwimmen und sie ab und an auftauchen zu sehen. Gott sei Dank kehrten wir nach dem Mittagessen noch einmal zu den Schildkröten zurück und diesmal hat unsere Kamera auch durchgehalten. Zusätzlich machte unser Führer auch sehr schöne Bilder mit der Schildkröte zusammen, die allerdings nur denen vergönnt waren, die auch lange genug tief tauchen konnten.
Wir verfolgten die Schildkröte über die halbe Bucht und waren immer wieder von dem riesigen Körper und deren Bewegungen fasziniert. Ein doch sehr interessantes Lebewesen.

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Nach einem doch harmlosen Schnorchelstop ging es nun weiter zum “Shark Point”, wo die Haie schon auf uns warteten. Ein anderer Führer versuchte die Raubtiere mit einem toten Fisch anzulocken, was uns doch etwas gefährlich erschien. Eigentlich musste man nur ein wenig an einem Punkt warten und sich nicht viel bewegen und schon schwamm die “Wasserpolizei” an uns vorbei, um ihre Patrouille fortzuführen. Yvi merkte gar nicht wie die Zeit verging und beobachtete fasziniert drei Haie, die schon Runden um sie zu ziehen schienen. So nah hatte sie die Haie vorher nicht gesehen und zückte gleich die Kamera. Nach einem kurzen Aufblick an die Oberfläche, merkte sie rasch, dass alle außer sie schon im Boot sassen und schwamm schnell zurück.

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Auf dem Rückweg zu unserer Insel machten wir noch einen Stopp an einem Leuchtturm mitten im Meer zirka 1000 Meter vor der Küste. Hier boten sich die schönsten Korallen an und vor lauter Fischen konnte man gar nicht mehr weit schauen. Ein wundervoller Platz, jedoch auch sehr anstrengend, da einen die Strömung schon sehr mitriss. Der letzte Ort nannte sich “Romantic Beach” und wir entdeckten dort kleine Blaupunkt-Rochen und Anemonen-Fische (Nemo’s).

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Nach ca. 7 Stunden Schnorcheln kehrten wir total beseelt und natürlich auch verbrannt zu unserem Hotel zurück. Die Fotos von unserem Führer Matt leisteten wir uns dann auch noch. Wir bekamen eine gebrannte DVD mit knapp 700 Bildern für RM30, was für die tollen Bilder wirklich ein Schnäppchen war.

Abends verschlug es uns in ein anderes Restaurant am Strand und wir bestellten zum ersten Mal das berühmte “Barbecue”. Wir entschieden uns für einen ganzen Red Snapper und bekamen dazu noch Reis, Backkartoffeln, Soßen, Wassermelone und ein Stück Kuchen (RM30).

Den letzten Tag auf der Trauminsel verbrachten wir nur mit Faullenzen, Lesen und im Meer baden. Sonnenbaden war leider tabu, da unser Sonnenbrand erst abklingen musste.
Ganz im Gegensatz zu Pulau Weh verbrachten wir wunderbare vier Tage auf der kleinen Trauminsel ohne Regen. Wir genossen auch den Sandstrand und die Schnorcheltour war eine der besten, die wir je gemacht haben.

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Kommentare

4 Antworten auf „Another wonderful place – Pulau Perhentian“

  1. super schöne Bilder! nach so einem regnerischen Tag wie heute genau das richtige zum träumen.Liebe grüße

  2. Man wie hasse ich doch Deutschland… ;o) Klingt echt traumhaft und die Unterwasserbilder sind echt Klasse!

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