Von indonesisch chaotisch zu malaysisch strukturiert – first stop Melaka

Nach unserem Regenurlaub auf Pulau Weh, erreichten wir Banda Aceh, eine sehr muslimische Stadt am Nordzipfel Sumatras. Was uns gleich positiv auffiel war, dass es viele Grünanlagen gab, einiges für die Öffentlichkeit wie Museen, Denkmäler, Spielplätze und Parks, was bei anderen indonesischen Städten sehr selten zu sehen war. Wir nahmen an, dass die Stadt durch die Spenden nach dem Tsunamivorfall am 26.12.2004 zu mehr Geld gekommen ist, die sie in öffentliche Einrichtungen gesteckt haben. Leider war das riesige Gebäude, in dem das Tsunami-Museum untergebracht war, nur von außen richtig eindrucksvoll. Innen gab es ein paar Bilder und Berichte und die interaktiven Experimente wie z.b. das Simulieren einer Tsunami-Welle waren leider alle außer Betrieb. Trotzdem war es ganz nett einen Einblick zu erhalten, wie die Katastrophe vor acht Jahren ausgesehen hat. Danach schauten wir uns noch ein Schiff an, welches durch den Tsunami mitten in der Stadt gestrandet ist.

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Nach einer Nacht in dem einigermaßen angenehmen Hotel Wisata (ca. $13 pro Zimmer), warteten wir morgens am Straßenrand auf unser bestelltes Becak-Taxi (Moped mit Anbau für Passagiere). Leider kam er nicht und wir mussten uns ein neues teures Becak bestellen. Aber wir haben alles noch pünktlich geschafft und konnten um 11.30Uhr in den Flieger steigen, um ein neues Land zu entdecken: Malaysia.

In Kuala Lumpur angekommen waren wir ganz verwundert und verwirrt. Man hatte das Gefühl wieder in Europa oder einem anderen westlichen Land angekommen zu sein. Der Flughafen war ein Monstrum von Transport-Terminal, es gab alle möglichen internationalen Fast-Food-Ketten, alle möglichen Nationalitäten begegneten uns und die Preise erinnerten auch an Europa. Nach einem deftigen Mittagessen bei McDonalds liefen wir zum Bus-Terminal und kauften uns gleich ein Busticket nach Melaka (RM22 pro Person). Kuala Lumpur wollten wir uns für das Ende unseres Malaysia-Aufenthalts aufsparen.

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In Melaka angekommen, wurden wir von einem Typen am Busbahnhof angequatscht und auf sein tolles neues Gästehaus aufmerksam gemacht. Unsere bisherigen Pläne warfen wir über Bord und entschieden uns für das Travellers Planet, dass uns auch sehr gut gefallen hat (RM 35 pro Zimmer pro Nacht mit geteiltem Bad).

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In Melaka selbst war die Hölle los. So viele Touristen haben wir lange nicht gesehen und das witzige war, dass die meisten asiatischer Herkunft waren. Bald erfuhren wir, dass Melaka ein Weltkulturerbe der UNESCO und sehr beliebt ist. Schon bald kam uns Melaka wie ein riesiger Rummel vor. Überall ertönte Musik, wildblinkende extrem dekorierten Fahrrad-Rikshwas fuhren herum und überall waren riesige Modelle von Flugzeugen, Zügen, Schiffen etc. aufgebaut. Die Stadt erleuchtete nachts in allen möglichen Farben und die Straßen waren voller Menschen.

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Der Aufenthalt in Melaka bestand die ganze Zeit eigentlich entweder aus Sightseeing oder/und Shopping. Riesige Einkaufszentren wurden in dieser Stadt hochgezogen und es gab auch viele historische Gebäude zu bewundern wie das Stadthuys, ein riesiges Modellschiff und Porte de Santiago. Abends vergruben wir uns in die Massen der Nachtmärkte.
Sehr beeindruckend war der Markt in Chinatown, wo allerhand Schnick Schnack, aber auch Leckereien angeboten wurden. In einer Seitenstrasse, was wohl die “Partymeile” darstellen sollte, erblickten wir das “Oktoberfest”. Man kann es kaum glauben, aber selbst die Asiaten feiern den bayrischen Hype und die kleinen Malayinnen sahen doch recht neckisch in den knappen Dirndln aus.

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Ein weiteres Highlight war das Essen in Melaka. Endlich kam man von dem eintönigen Menü der Indonesier weg und hatte reichlich Auswahl in Melaka. Von Indonesisch über Malayisch und Chinesisch bis hin zu Indisch gab es alles zum Ausprobieren. Uns hat das Indische umgehauen. Am ersten Tag setzen wir uns einfach in eine indische Küche und bekamen Berge von Essen aufgehäuft. Auf einem Bananenblatt wurde uns eine riesige Kelle Reis und vier verschiedene Gemüsesorten und Dahl aufgetischt. Zusätzlich wählten wir noch Chicken Masala und eine Cola. Wir waren vollgestopft bis oben bin nach so einer Portion und der Kellner wollte uns immer mehr auftischen. Für RM18,40 waren wir pappsatt und echt glücklich.

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Für den nächsten Abend buchten wir eine Busfahrkarte nach Kota Bharu, um auf die Insel Perhentian zu gelangen. Leider bezahlten wir RM51 statt RM40, da wir uns hinreißen ließen die Tickets in einem Gästehaus zu reservieren statt selbst zum Busbahnhof zu fahren. Für das nächste Mal wissen wir Bescheid. Heute Nacht geht es dann weiter und wir hoffen diesmal auf einen Strand- und Schnorchelurlaub ohne Regen.

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Kommentare

4 Antworten auf „Von indonesisch chaotisch zu malaysisch strukturiert – first stop Melaka“

  1. Hallo QPOU,
    Die Blätter werden natürlich entsorgt und bevor man das essen bekommt werden sie selbstverständlich gereinigt.
    Und das essen war richtig lecker, muss ich schon noch mal sagen! :)

    @zipotto: tut mir leid, dass du es nicht ausdrucken kannst. Es müsste jedoch funktionieren. Ich habe nichts an der Seite verändert. Ich kann dir den beitrag jedoch gerne als PDF zukommen lassen.

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