Welcome back flashing Bangkok

Nachdem wir die quirlige Großstadt Hanoi (Vietnam) hinter uns gelassen hatten, ging es für uns in die nächste Metropole – Bangkok. Doch diesmal kannten wir uns bereits aus, denn wir waren ja vor 16 Monaten schon einmal dort. Das heißt wir wussten bereits, dass Zug und Expressboot die günstigsten Transportmittel sind und wo wir ungefähr hinmussten. Dieses Mal entschieden wir uns für das Backpacker-Viertel, dass wir im letzten Jahr überhaupt nicht besucht hatten – Khao San.

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Wir entschieden uns für ein einfaches Hostel in der Nähe der Khao San Strasse für umgerechnet ca. $12 mit geteiltem Bad. Danach entdeckten wir das geschäftige Viertel und waren mal wieder überwältigt wie viel hier angeboten wird und wie viele “weiße” Touristen hier unterwegs sind, weit mehr als Thailänder. Was uns aber wieder richtig gut gefiel, waren die Straßenküchen. Man konnte wieder, sogar im Touristenviertel, sehr günstig und schmackhaft essen (30-40B bzw. $1-1,60 pro Gericht). So gab es für uns einmal gebratene Nudeln, wobei wir sogar die Nudelsorte aussuchen konnten und einmal Reis mit gebratener Ente.
Da wir schon einmal hier gewesen waren und Bangkok für uns nur ein kurzer Zwischenstopp sein sollte, konnten wir uns die großen Sightseeing-Touren sparen und konzentrierten uns auf unser Viertel, gingen lecker Essen und ein wenig shoppen.

Kanchanaburi

Nach zwei Tagen Großstadt ging es für uns mit den Zug weiter nach Kanchanaburi (100B oder $3,30 pro Person). Die dreistündige Zugfahrt verging sehr angenehm und schnell und schon kamen wir in der kleinen Stadt Kanchnaburi an. Recht schnell fanden wir ein sehr schönes Gästehaus für 350B (ca. $11). Der Tourismus war zwar auch schon in diesem Örtchen angekommen, allerdings war alles ein ganzes Stück weniger als in Bangkok. Auch das Essen und das Bier war sogar in den kleinen Restaurants günstiger.

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Eigentlich sind wir ausschließlich wegen des Tiger-Tempels in den Westen gefahren, jedoch fanden wir auch noch ein spannendes Angebot für Elefantenreiten. Damals in Indonesien hatten wir uns das gespart, weil es zu teuer war. Dieses mal kostete uns eine kurze Tour mit Elefantenwaschen und -reiten 690B (ca. $22) pro Person. Wir wurden ca. eine Stunde von der Stadt entfernt abgesetzt und schon sahen wir die Giganten. Die Elefanten schauten schon zu uns rüber und schnüffelten mit ihrem Rüssel auf der großen Plattform, von wo aus wir den Sitz auf dem Elefanten besteigen konnten. Schon ging es los. Es wackelte von rechts nach links, von oben nach unten und wir genossen diesen außergewöhnlichen Ritt sehr. Unsere Elefantendame nannte man “Sowat”. Sie schritt gemächlich über Stock und Stein, über Treppen und in einen Fluss hinein. Unser Führer kletterte hinunter, um schöne Fotos von uns zu machen. Wir gaben ihm dafür am Ende 100B (ca. $3,30), da er wirklich viele schöne Bilder und Videos gemacht hat. Nach einer Weile durften wir auch einmal abwechselnd auf dem Hals des großen Tieres reiten, was doch etwas abenteuerlich war. Hätte Sowat eine ruppige Bewegung gemacht, wäre man wohl hinuntergefallen, aber die Dame blieb ruhig und sehr gefügig, auch wenn sie ab und zu am Wegesrand stehen blieb, um ein wenig zu grasen.

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Nach diesem einmaligen Ritt, ging es für uns weiter in den Fluss mit einem anderen Elefanten (den Namen haben wir leider vergessen). Ein Burmese machte mit dem Giganten und uns einen riesigen Spaß. Zunächst saßen wir zusammen auf dem Elefanten, wobei dieser und schön mit seinem Rüssel nass spritzte. Danach kam ohne Vorwarnung “Elefanten-Rodeo”. Wir sollten versuchen uns an den Ohren des Elefanten festzuhalten, während dieser seinen Kopf so schnell wie möglich von rechts nach links und wieder zurück schwang. Es gelang uns nicht sonderlich lange, auf dem Elefanten zu bleiben. Rodeo-Meister werden wir wohl nicht werden.

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Wat-Pha-Luang-Ta-Bua-Tempel – Oder einfach „Tiger-Temple“

Nachdem das Vormittagsprogramm und das Mittagessen hinter uns lag, ging es für uns weiter zum Tigertempel. Wir bezahlten für den Transport 130B (ca. $4) pro Person. Im Tempel angekommen (600B, ca. $20 Eintritt pro Person), wunderten wir uns über die so unkonventionelle Auslegung eines Tempels. Uns kam es eher vor wie in einem hochtouristischen Tierpark. Das Gelände erstreckte sich über einige Quadratkilometer und überall liefen frei Tiere herum. Bevor wir den ersten Tiger zu Gesicht bekommen haben, erblickten wir Hirsche, Pferde, Wildschweine, Gänse und anderes Getier, die an uns vorbeispazierten. Den ersten Tiger, den wir erblickten, war an einer Leine vor einem kleinen Wasserfall festgemacht. Eine australische Freiwillige klärte uns ein wenig über das Gemüt des Tigers auf und warum sie hier arbeitet. Weiterhin sahen wir riesige Gehege, wo die Tiger wohl ihren Auslauf bekommen.

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Zum Wohl der Tiere?

Danach kamen wir zum “Tiger Canyon”, wo ca. zehn Tiger faul auf dem Boden herumlagen. Wir stellten uns an die Schlange der Besucher an. Nach einer Weile waren wir an der Reihe und ein thailändischer Tierpfleger nahm uns jeweils einzeln an die Hand und führte uns zu den Tiger, wo Fotos von uns und den starken Tieren gemacht wurden. Jeder bekam Fotos mit ungefähr fünf verschiedenen Tigern. Es war sehr spannend so nah bei den mächtigen Katzen zu sein und sie sogar zu streicheln und zu fühlen, aber andererseits kam uns das ganze schon wie eine große Touristenshow vor. Wir hatten eigentlich einen wirklichen Tempel mit Mönchen erwartet, wo Tiger mit denen im Einklang leben. Jedoch handelt es sich dort eher um ein Tiger-Großgehege mit 112 Tigern, zig Freiwilligen aus Europa, Amerika und Australien und viel Geldmacherei. Jeder ist fasziniert den Tiger einmal so nahe gekommen zu sein, aber ist dies wirklich zum Wohle der Tiere, wenn diese den ganzen Tag über von zig Touristen angefasst werden? Man weiß es nicht.

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Eine oft gestellte Frage von Touristen ist, ob den Tieren Etwas zur Beruhigung gegeben wird, damit sie so zahm sind, dass man sie anfassen kann. Auf dem Prospekt der Einrichtung wird aber explizit erklärt, dass dies nicht der Fall ist („Tigers are not drugged!“) und, dass Tiger zur Mittagszeit natürlicherweise schlafen. Wie sie letztendlich wirklich behandelt werden, kann man aber von außen nur schwer beurteilen.

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