Kaum zu glauben, aber wahr, fast zwei Monate sind wir schon wieder da

Es wird ja wirklich Zeit den letzten Eintrag unseres großen Abenteuers zu schreiben. Jedoch ist es nicht leicht. Es bedeutet ja noch viel mehr, dass es zuende ist, unwiederbringlich zuende. Kaum vorstellbar. Aber gut, heute haben wir einen guten Tag und wir schreiten mutig zur Tat. Dass wir wieder gut in Deutschland angekommen sind, dass haben ja die meistens doch mitbekommen.

Nachdem wir die einmalige Erfahrung machen konnten, einigen der stärksten und größten Tiere ganz nah zu kommen in Kanchanaburi, ging es für uns weiter in den Süden. Da zumindest wir ja schon wussten, dass es bald nach Hause geht und der günstige Flug nun (leider) von Phuket ging, blieb uns nichts anderes übrig als uns auf den Weg zu machen. Wir müssen auch zugeben, dass wir uns vor der Ankunft eigentlich sehr auf eine letzte Woche Strand und Sonne gefreut hatten. Also fuhren wir mit Bus zur Zugstation. Dort ließ man uns wissen, dass leider keine Schlafabteile mehr zu haben sind, alles ausgebucht. Wir entschieden uns dann für die dritte Klasse, da dort die Bänke zumindest durchgehend waren und man sich versuchen konnte gerade hinzulegen. Jedoch war es eine sehr anstrengende neunstündige Nachtfahrt. Das Licht blieb permanent brennen, Leute gingen raus und rein und nur einer von uns beiden hatte eine große Bank zum schlafen. Immerhin war es für 5 Euro echt ein Schnäppchen. Nach dieser mehr oder weniger durchzechten Nacht wurden wir in Sura Thani in einen Touristenbus verfrachtet, der meilenweit überfüllt war und nach Toilette stank. Sechs Stunden durften wir diese Fahrt genießen bis wir am Stadtrand von Phuket Town herausgeschmissen wurden. Nach langem Durchfragen wurde uns endlich gesagt, dass es doch andere Wege gibt ins Stadtzentrum zu kommen als mit dem Taxi. Es gab wirklich einen Bus, auch wenn alle Thailänder dies bestimmt eine Stunde lang leugneten. Nach einiger Zeit, einmal Umsteigen und zu teuer bezahlten Tickets saßen wir endlich in Bus nach Patong. Dort traf uns der Schlag. So schlimm haben wir es uns nicht vorgestellt. Hotel an Hotel, Bar an Bar, Restaurant an Restaurant und alles maßlos überfüllt und überteuert. Wir wollten wieder weg! Hier sieben Nächte? Oh Gott! Erstmal ging die quälende Hotelsuche los. Wir wollten für unsere letzten Tage ein netteres Hotel, am besten in ruhigerer Lage. Schwer zu machen. Wir quartierten uns für die erste halbe Woche in einer kleinen Garten-Bungalow-Anlage ein, die uns auch sehr gefiel und nach 3 Tagen wechselten wir in kleines Hotel, das von einer Kanadierin geleitet wurde.
Nach ein paar Tagen fanden wir auch heraus, dass es kleine Restaurants gibt, die leckeres Thailändisches Essen für einen guten Preis verkauften und wir hielten uns hauptsächlich in den hinteren Bereichen der Stadt auf, um den Maßen zu entkommen.
Für die ganze Zeit hatten wir uns ein Moped gemietet, um die Insel zu erkunden. Der Plan war einen ruhigen Strand zu finden, was aber wirklich eine große Herausforderung darstellte. Die meisten waren überfüllt mit Liegen und Sonnenschirmen oder privat angelegt, sodass man Eintritt bezahlen musste. Zwei ganz schöne Stellen haben wir gefunden, an denen wenige Menschen lagen. Außerdem gab es einen schönen Aussichtspunkt, von dem man die westliche Seite der Insel wunderbar sehen konnte.
Übrigens sind Preise in Phuket nicht wirklich thailändisch. Für die meisten Touristen, die nur Phuket kennen, werden diese vielleicht immer noch für günstig halten. Wenn man jedoch den landestypischen Vergleich kennt, sieht es doch ganz anders aus. Ein schönes Beispiel ist die Taxifahrt. Man bekommt in ganz Patong (und auch in den anderen vollen Gebieten) kein Taxi mit Taximeter. Diese wurden von den Tuk-Tuks und Taxis nach Preisabsprache aus dem Teil der Insel hinausgeekelt. Natürlich sind die Preise ohne Meter immens und für thailändische Verhältnisse maßlos überteuert. Für eine 15km-Fahrt zum Flughafen bezahlten wir $24, allerdings nur, weil uns unsere Hotelbesitzerin einen etwas günstigeren empfehlen konnte. Eine vergleichbare Fahrt in Bangkok (ca. 20km) kostete uns nur $5.
Unser Fazit über Phuket ist, dass es eine wunderschöne, vielseitige Insel ist, die leider durch den Tourismus ihren Reiz verloren hat.

Nachdem wir nun von unserer teuren Taxifahrt ins Flugzeug stiegen, wurde uns schon ein wenig mulmig. Es ist vorbei. Wir fliegen heim! Ohjee… und keiner weiß es. Angekommen im Frankfurter Flughafen wurde es noch seltsamer. Obwohl es viele Menschen im Terminal gab, war es auf einmal so ruhig und gesittet. Kein asiatisches Gewusel, keine lauten Geräusche. Nachdem wir eine junge Backpackerin beobachteten, die von Ihren Eltern begrüßt wurde, wurde uns auch ein wenig schwer ums Herz. Für uns war keiner da, aber das hatten wir uns ja selbst so ausgesucht.
Nach einer Nacht bei einem netten Couchsurfer in Frankfurt und einem waschechten Kulturschock auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt bei Kartoffelpuffer, Glühwein und Bratwurst, holte Lars unseren Mietwagen ab. Mit diesem wurden dann nach und nach unsere Familien überrascht. Wir schauten in sehr überraschte Gesichter und wurden mehrmals umarmt und angestarrt. Keiner wollte glauben, dass wir auf einmal wieder da sind. Da war die kleine Enttäuschung am Flughafen und einige zehn Male wieder wettgemacht und wir freuten uns wieder bei unseren liebsten zu sein.

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